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Lispenhäuser hat Vorschläge zum Nahmobilitätskonzept gemacht

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Von: Christopher Ziermann

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An der Feldscheune regt Jörg Schlüter einen Rastplatz für Radfahrer an. Hier treffen der R5 und der R1 aufeinander.
An der Feldscheune regt Jörg Schlüter einen Rastplatz für Radfahrer an. Hier treffen der R5 und der R1 aufeinander. © Christopher Ziermann

Lispenhäuser hat Vorschläge zum Nahmobilitätskonzept gemacht

Lispenhausen – Attraktivere Wege für Fußgänger und Radfahrer in Rotenburg und den Ortsteilen sind das Ziel eines Nahmobilitätskonzeptes, dass die MER derzeit mit Fördergeld des Landes Hessen koordiniert. Ein sehr ausführlicher Katalog mit Vorschlägen für die Radwege R1 und R5 kommt vom Lispenhäuser Jörg Schlüter. Er ist Mitglied des Ortsbeirates, der seine Ideen einstimmig befürwortet hat.

Im Fokus stehen vor allem die kürzlich sanierte Wasserburg und die Kreuzung der beiden Radwege an der Feldscheune, also gegenüber vom Storchensee auf der anderen Fulda-Seite.

Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung stellt die MER voraussichtlich im Dezember vor. Das von Schlüter vorgestellte Paket dürfte nicht auf einen Schlag umzusetzen sein, könnte aber möglicherweise ein Fahrplan für künftige Änderungen sein, wenn sich die Ideen im Rahmen des Nahmobilitätskonzeptes als umsetzbar und sinnvoll erweisen. Dazu gehört auch eine Verlegung des R5 – das können Stadt und MER nicht allein entscheiden.

Feldscheune

An der Feldscheune wünscht sich Schlüter eine Raststelle für Radfahrer mit einer Unterstellmöglichkeit bei Regen, aber auch mit Kartenmaterial und Hinweisen, zum Beispiel zu Gastronomie entlang der beiden Radwege. Der R1 führt von hier die Fulda entlang, auf dem R5 fährt man durch Lispenhausen nach Schwarzenhasel und weiter nach Sontra. In der anderen Richtung führt der Weg bis Beiseförth und biegt dann zum Edersee ab.

Auch für den Bereich zwischen Feldscheune und dem 100 Meter entfernten Ortseingang schlägt der Lispenhäuser Veränderungen vor. Der Radweg werde dort vor allem an Wochenenden und Feiertagen stark als Autoparkfläche genutzt. Dabei handele es sich um Hundebesitzer und andere Spaziergänger. „So wie es derzeit ist, bietet der Ortseingang von Lispenhausen für die Leute auf den Radwegen einen trostlosen Anblick“, sagt Schlüter. Man könne auf einer Seite des Radweges offizielle Parkflächen einrichten und auf der anderen das Wildparken durch Bäume und weitere Bepflanzung verhindern.

Die Sanierung der Wasserburg nimmt Schlüter zum Anlass, die Verlegung des R5 hierher vorzuschlagen. Dafür wären an der Engstelle einige Anpassungen nötig, für die der Lispenhäuser ebenfalls Ideen hat.
Die Sanierung der Wasserburg nimmt Schlüter zum Anlass, die Verlegung des R5 hierher vorzuschlagen. Dafür wären an der Engstelle einige Anpassungen nötig, für die der Lispenhäuser ebenfalls Ideen hat. © Ziermann, Christopher

Wasserburg

Schlüter wünscht sich, dass der R5 an die kürzlich aufwendig sanierte Wasserburg verlegt wird. Derzeit führt er durch die Bahnhofstraße. Allein in der Lispenhäuser Gemarkung gebe es entlang des Radweges fünf weitere ehemalige Mühlen. Man könne diesen Abschnitt als „Mühlenradweg“ beschildern und für Erläuterungen für Touristen sorgen. Von der Wasserburg aus könne der R5 weiter durch die Straße „Zur Wasserburg“ führen, die bei „Gerlach und Schröder“ auf die B 83 trifft. Dafür wären einige Anpassungen nötig.

An der Engstelle auf Höhe der Wasserburg wünscht sich Schlüter eine „unechte Einbahnstraße“. Autos sollen also auch künftig von der Bahnhofstraße hier entlang zur B 83 fahren können.

Von der anderen Seite her soll für Kraftfahrzeuge aber bei den letzten Wohnhäusern vor der Wasserburg Schluss sein. Die Fahrbahn soll in einen Bereich für Fußgänger und Radfahrer und in einen für Autos aufgeteilt werden.

Von dort aus bis zur B 83 solle auf dem Grünstreifen und dem ehemaligen Verlauf des Haselbaches in der sehr schmalen Straße ebenfalls eine Spur für Radfahrer und Fußgänger entstehen. Der Weg sei aktuell zum Beispiel für Schulkinder nicht sicher.

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