Lolls-Zelt mit Blick aufs Feuer

Neues Gastronomie-Konzept zum Lullusfest in Bad Hersfeld

Lolls-Zelt: Thomas Bronswyk und Andreas Beinhorn (3. und 4. von links) sind die neuen Betreiber des Festzelts. Unterstützt werden sie von den Fest-Organisatoren Helge Assi und Julia Scholz (links) sowie Bürgermeister Thomas Fehling (rechts). Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Manchmal bedarf es der Ansicht von außen, um das Naheliegende zu erkennen: Eine Glasscheibe wird den Besuchern des neuen „Lolls-Zeltes“ beim Lullusfest in Bad Hersfeld den Blick zur Feuergrube ermöglichen, in der während der ganzen Woche als Wahrzeichen des Festes das „Fierche“ brennt.

Der Lolls-Schoppen mit Aussicht ist allerdings nur eine von mehreren Neuerungen, mit denen Thomas Bronswyk und Andreas Beinhorn in ihr erstes Jahr als Betreiber des Festzeltes starten. Ein täglich wechselndes Musikprogramm mit Live-Bands, eine auf Lolls abgestimmte Innendekoration, eine extra zusammengestellte Speisekarte mit der höllisch scharfen „Lullusfeuer-Wurst“ und anderes mehr haben sich die beiden Gastronomen für das älteste Volksfest Deutschlands einfallen lassen. Die anfangs diskutierte Idee, einem etwas vergrößerten Zelt einen Baum zu opfern, haben die beiden allerdings schnell wieder fallen lassen und eine andere Lösung gefunden: An ein in der Breite verkleinertes Hauptzelt werden nun mehreren Pagodenzelte angebaut, damit die Grundfläche wieder stimmt.

Einen Kompromiss gibt es auch beim Rauchen: Bis 19 Uhr werden im Zelt von Kellnern Speisen serviert, und bis dahin ist auch das Qualmen verboten. Abends ist es dann erlaubt, und das Essen gibt es dann per Selbstbedienung.

Einen fünfstelligen Betrag haben Bronswyk und Beinhorn in ihr Lolls-Debüt investiert. Dabei gehe es ihnen zum Start in erster Linie um die Akzeptanz beim Publikum und erst danach um den wirtschaftlichen Erfolg, versichert der in Braunschweig ansässige Bronswyk.

Gerne haben er und sein Partner auch die Aktion „Nur Flaschen machen Scherben“ unterstützt. So wird es im Zelt Geschirr und Gläser geben, draußen aber Plastikbecher. Dass das so bleibt, dafür sorgen Security-Mitarbeiter an den Ausgängen.

Und noch etwas ist neu beim Lolls 2015, das am 12. Oktober beginnt: Von fünf bis sechs Uhr ist Sperrstunde – als Konsequenz aus einer schlimmen Schlägerei im vergangenen Jahr.

Von Karl Schönholtz

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