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Lucienne Apel ist Jugendarbeiterin in Niederaula, Kirchheim und Neuenstein

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Von: Christine Zacharias

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Sozialarbeiterin Lucienne Apel hält einen aufblasbaren Globus in den Händen.
Sozialarbeiterin Lucienne Apel ist seit gut einem Jahr für die Jugendarbeit in den Gemeinden Neuenstein, Kirchheim und Niederaula zuständig. Jetzt will sie mit den Jugendlichen ein Klimaprojekt starten. © Christine Zacharias

Für die Kinder und Jugendlichen im Aulatal und Geistal möchte die Jugendarbeiterin einen Ort schaffen, an dem sich alle wohl fühlen, Spaß haben und über ernste Themen sprechen können.

Kirchheim – Als Lucienne Apel vor etwa einem Jahr ihre Stelle bei der evangelischen Jugendarbeit Aulatal-Geistal antrat, herrschte Corona. Alles war geschlossen, persönliche Zusammenkünfte der Jugendlichen nicht möglich.

Jetzt will die 23-Jährige nach weiteren pandemiebedingten Schließungen richtig durchstarten. In dieser Woche öffnen die Jugendtreffs in Kirchheim, Obergeis und Mengshausen wieder und Lucienne Apel freut sich auf persönliche Kontakte.

Ein Großteil der Jugendarbeit fand in den vergangenen Monaten digital statt. Doch darauf, so hat Apel festgestellt, „haben die Jugendlichen keinen Bock mehr“. Sie wollen sich persönlich treffen, direkt miteinander reden, gemeinsam etwas unternehmen, sagt Lucienne Apel.

Das kann sie gut verstehen, auch wenn sie sich bewusst ist, dass so viel Nähe und Intensität nach Monaten der relativen Isolation auch eine Überforderung sein kann. Von der jüngsten Konfirmandenfreizeit hätten einige Jugendliche zwischendurch von ihren Eltern abgeholt werden müssen, erzählt sie.

Lucienne Apel und ihre Kollegin Lydia Wagner fürchten, dass die Pandemie bei vielen jungen Leuten auch psychische Folgen haben wird.

Lucienne Apel stammt aus Melsungen und ist selbst in der evangelischen Jugend groß geworden, hat sich dort über Jahre ehrenamtlich engagiert. „Das war meine zweite Familie“ erzählt sie.

Und das wünscht sie sich auch für die Jugendlichen aus dem Aula- und dem Geistal: Einen Ort, an dem man sich sicher mit Gleichaltrigen treffen kann, wo jeder so angenommen wird, wie er ist, wo man gemeinsam Musik hören, quatschen, spielen oder sich auch mit ernsten Themen auseinandersetzen kann.

Schon jetzt zeigen sich die Kinder und Jugendlichen aus den 28 Dörfern der drei Mitgliedsgemeinden sehr engagiert. Eine Gruppe setzt sich seit Jahren für den Tierschutz ein, ein Klimaschutz-Projekt (siehe unten) und das Projekt „faires Jugendhaus“ sind gerade in der Startphase.

Die Jugendlichen aus Kirchheim, Niederaula und Neuenstein unterstützen die Flutopfer im Ahrtal und haben bereits einen Hilfsgütertransport organisiert, um einem Jugendzentrum, das all sein Material und seine Einrichtung verloren hat, zu helfen. Eine zweite Spendenlieferung ist in den Osterferien geplant.

Zum Angebot der evangelischen Jugendarbeit gehören auch Ferienfreizeiten. Für Grundschulkinder gibt es Ferienspiele in der ersten Woche der Sommerferien und eine Kinderfreizeit, Jugendliche können sich entweder auf eine Segeltour in Holland oder eine Werwolffreizeit freuen, bei der eine Woche intensiv das Spiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ gespielt wird. Auch eine Fahrt nach Taizé ist wieder geplant.

Die Evangelische Jugendarbeit Aulatal-Geistal wird gemeinsam von den politischen und den Kirchengemeinden getragen. Sie arbeitet zudem mit den Schulsozialarbeitern im Einzugsgebiet zusammen. (Christine Zacharias)

Familien-Challenge für den Klimaschutz

40 Tage dauert die Fastenzeit. Diese Zeit können Jugendliche und ihre Familien im Bereich der gesamten Landeskirche Kurhessen-Waldeck nutzen, um für den Klimaschutz aktiv zu werden. Die Idee für diese Aktion stammt von Lucienne Apel, Jugendarbeiterin in den Gemeinden im Aulatal und im Geistal. Jede Woche gibt es eine andere Aufgabe, die die Familien gemeinsam meistern sollen, zum Beispiel Experimente zum Thema Klima machen, einkaufen mit möglichst wenig Plastikverpackungen und möglicht vielen Produkten aus fairem Handel beziehungsweise Bio-Produkten oder während der Earth-Hour möglichst viele elektrische Geräte ausschalten und stattdessen Zeit gemeinsam als Familie verbringen. Jeden Tag wird zudem auf Facebook, Instagram und der Homepage der Evangelischen Jugendarbeit Aulatal-Geistal, die allerdings gerade überarbeitet wird, ein aktueller Klima- und Umwelttipp veröffentlicht. zac

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