Gemeinde hat gut gerechnet

Ludwigsaus Bürgermeister Hagemann legt Haushaltsentwurf für 2022 vor

Geld
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Bürgermeister Wilfried Hagemann hat am Montagabend in der Gemeindevertretung von Ludwigsau seinen Entwurf für den Haushalt 2022 vorgelegt. 

Bürgermeister Wilfried Hagemann hat am Montagabend in der Gemeindevertretung von Ludwigsau seinen Entwurf für den Haushalt 2022 vorgelegt.

Ludwigsau – Trotz der weiterhin schwierigen Lage im zweiten Corona-Jahr 2022 weist das Zahlenwerk ein ordentliches Ergebnis von knapp 200 000 Euro aus. „Dieses Finanzergebnis ist überdurchschnittlich positiv im Vergleich aller Kommunen“, stellt Hagemann in seiner vorab verbreiteten Haushaltsrede fest.

Erträgen von 12 804 483 Euro stünden Aufwendungen von 12 634 644 Euro gegenüber „Uns allen muss aber schon jetzt klar sein, dass diese Zahlen sich verändern werden – je nachdem wie sich vor allem die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr weiterentwickeln werden“, warnt der Bürgermeister. Dennoch könne und müsse die Gemeinde auch im kommenden Jahr investieren. Im Finanzhaushalt belaufen sich die Einzahlungen aus Investitionstätigkeit auf 2 422 275 Euro und stehen Auszahlungen von 3 745 139 Euro gegenüber.

Als Problem benennt Hagemann die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab ein Jahr bei gleichzeitigem Fachkräftemangel, was vor allem die Kita in Friedlos treffe. Die Vorgaben und die Realität vor Ort gingen weit auseinander. „Die Kommunen werden mit dieser Problematik wieder einmal – wie in vielen Bereichen der Daseinsvorsorge – vom Land allein gelassen“, beklagt Hagemann.

Die größten Haushaltsposten sind Steueraufwendungen und gesetzlichen Umlageverpflichtungen (3 774 085 Euro, im Vorjahr waren es 3 686 89 Euro) Personalaufwendungen 3 771 851, Vorjahr 3 555 226 Euro), sowie Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (3 480 551 Euro, Vorjahr 3 346 128 Euro). Außerdem gebe es diverse geplante Renovierungsarbeiten so etwa an den DGH’s in Ersrode und Hainrode.

Die Investition im Finanzhaushalt dienten vor allemder gemeindlichen Infrastruktur. Die geplanten Mittel ließen sich mit den Worten „innovativ, zukunftsweisend, Erhöhung des Freizeit- und Erholungswertes, Orte des kommunikativen Miteinanders wiedergeben“, so Hagemann in seiner Haushaltrede.

Exemplarisch nennt er hier die Digitalisierung, aber auch die Sanierung der Besengrundhalle in Tann dank der Teilnahme am Bundesprogramm „Jugend, Sport und Kultur“. Die Feuerwehr in Tann erhalte zudem ein neues Fahrzeug ( TSF-L). Weitere Haushaltsmittel seinen außerdem für die „Konzeptionen der medizinischen Versorgung und der Kurzzeitpflege“, eine „Konzeption der nachhaltigen Ausrichtung öffentlicher Räume“, eine „Studie der Entwicklung neuer Mobilitätsformen und intelligenter Nahverkehr“ sowie die „Initiative attraktive Gemeinde für junge Familien“ vorgesehen.

Im Zuge der Dorferneuerung sollen die Außenanlagen der Kitas in Friedlos, Mecklar und Gerterode umgestaltet werden, ebenso das Feuerwehrheim in Mecklar. Geplant seien auch Dorf- und Generationenplätze in den Beenhausen, Ersrode und Reilos, der Lückenschluss des Rohrbachtal-Radwegs R12, die Buswendeschleife im Oberthalhausen und Klimaschutzmaßnahmen. Der Haushaltsentwurf von Bürgermeister Hagemann wird in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung im Januar diskutiert und verabschiedet. (Kai A. Struthoff)

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