Anwohner meldeten verdächtiges Treiben

Ohne Führerschein zum Internet-Surfen in die Bank: Kurioser Vorfall in Friedlos

Friedlos. Einen kuriosen Vorfall meldet die Bad Hersfelder Polizei aus Ludwigsau-Friedlos. 

Ein Anwohner hatte dort über einen längeren Zeitraum einen Pkw-Führer beobachtet, der immer mal wieder abends zu einer Bankfiliale in Friedlos fuhr, ausstieg, in den Geldautomatenraum ging, wieder zurückkam, sich längere Zeit in den abgestellten Pkw setzte, wieder in die Bank ging, und so weiter und so weiter.

Mehrmals fuhr der Mann mit dem Pkw weg und kehrte mit wechselnden Beifahrerinnen wieder zur Bank zurück. Dem Anwohner kam das überaus verdächtig vor. 

Als sich das Schauspiel am Mittwochabend nach 20 Uhr wiederholte, entschloss sich der Anwohner dieses sonderbare Treiben der Polizei in Bad Hersfeld zu melden. Wurde dort etwa ein Diebstahl vorbereitet, eine Geldautomatenmanipulation eingeleitet oder gar die Vorbereitung für das Graben eines Tunnels zum Tresor in Angriff genommen? 

Die eingesetzten Streifenbeamten staunten vor Ort schließlich nicht schlecht: Die Bank hat für Kunden im Kundenbereich ein kostenloses W-Lan-Netz eingerichtet. Der Mann nutzte dies und fuhr hin und wieder auch Damen aus der Nachbarschaft ohne entsprechenden Internet-Anschluss zum „Surfen“ in die Bank. 

Ob die Bank etwas dagegen hat, entzieht sich der Kenntnis der Streifenbeamten, heißt es in der Polizeimeldung. 

Was der „W-Lan-Nutzer“ aus Moldawien jedoch nicht bedacht hatte, war, dass man zum Hin- und Herfahren eine deutsche oder EU-weit-Gültige Fahrerlaubnis braucht. Und die hatte er leider nicht. Jetzt muss er die Damen wohl zu Fuß zur Bank begleiten – Fahren darf er nun nicht mehr. (red/nm)

Rubriklistenbild: © dpa

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