Smog und Gemeinde laden ein

Pilotprojekt für Eltern und Erzieher in Ludwigsau gestartet

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Neues Pilotprojekt der Smog-Elternschule vorgestellt: In Friedlos sollen Erzieherinnen und Eltern parallel die Weiterbildung besuchen. Unser Bild zeigt von links: Annette Kranz (Leiterin Jugendamt), Erwin Maisch (Smog), Wilfried Hagemann (Bürgermeister Ludwigsau), Renate Lissek (Jollydent), Claudia Finke (Kursleiterin) und Ingrid Dombrowski (Kindergartenleiterin Friedlos). Das komplette Bild sehen Sie, wenn Sie auf das Kreuzchen oben rechts klicken.

Ein Pilotprojekt zur Fortbildung von pädagogischen Fachkräften und Eltern beginnt jetzt in Friedlos. Kooperationspartner ist die Kindertagesstätte in Friedlos.

Angeboten wird das Pilotprojekt von Smog (Schule machen ohne Gewalt), dem Verein, der sich seit vielen Jahren die Unterstützung von Kindern und Eltern auf die Fahnen geschrieben hat.

Seit zehn Jahren bietet der Verein Smog mit großem Erfolg die „Elternschule“ an. Dort können Mütter und Väter ihre Erziehungskompetenz und die Entwicklung ihres Kindes fördern. Im Austausch mit anderen erfahren sie, dass Konflikte in fast jeder Familie vorkommen und lernen, positiv und wertschätzend mit den Kindern umzugehen, Machtkämpfe sinnvoll zu lösen und effektiv mit problematischen Verhaltensweisen umzugehen.

Diese Elternschulen seien in jüngster Zeit verstärkt von pädagogischen Fachkräften besucht worden, stellten die Trainerinnen fest. Für Erzieherinnen und Erzieher seien die Kurse zwar hilfreich als kompakte Auffrischung ihres Berufswissens, aber eben nicht ganz passend, weil sie vieles von dem, was dort vermittelt würde, bereits wüssten und auch im Alltag anwendeten.

Daraus entstand die Idee, ein spezielles Konzept für Fachkräfte zu entwickeln. Ihre Fortbildung soll parallel zu einer Elternschule in der jeweiligen Einrichtung laufen. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass Eltern und Erzieherinnen dann eine gemeinsame Basis haben und eine gemeinsame Sprache sprechen.

Einen Kooperationspartner für das Pilotprojekt suchte und fand der Verein Smog in der Kindertagesstätte in Friedlos. „Hier haben wir jemanden, der engagiert ist und Leute mitnehmen kann“, lobte Erwin Maisch Kindertagesstättenleiterin Ingrid Dombrowski. Diese begrüßt es, dass hier nicht nur Einzelpersonen geschult werden, die dann als Multiplikatoren in der Einrichtung agieren, sondern alle Fachkräfte und möglichst viele Eltern. „Das ist eine ganz große Chance für das Team und für die Eltern, die hier ihre Kompetenzen entdecken und erweitern können“, freut sich Dombrowski. Sie setzt auf einen Domino-Effekt und hofft, dass möglicht viele Eltern an der Elternschule teilnehmen.

Dass die Herausforderungen für das pädagogische Fachpersonal immer größer werden, das ist auch Bürgermeister Wilfried Hagemann bewusst. Unter anderem, weil die Kinder immer früher in die Einrichtungen kämen, die zunehmend Aufgaben übernehmen müssten, die sonst die Familien hatten.

Während die Elternschule für die Eltern kostenfrei ist – dank der Unterstützung des Vereins Jollydent –, übernimmt die Gemeinde die Kosten für die Weiterbildung der Erzieherinnen. Los gehen soll es mit dem Kurs für die Erzieherinnen Mitte August. Auch das ist eine Herausforderung, denn die Kita wird gerade umgebaut und erweitert und ist deshalb unter anderen in Containern untergebracht, sagt Bürgermeister Hagemann. (zac)

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