Neujahrsempfang in Friedlos mit Martin Hohmann

Neujahrsempfang: AfD will radikal andere Politik

Für eine andere Politik: Gastredner Martin Hohmann aus Fulda. Fotos: Schönholtz

Friedlos. Eine radikal andere Bundespolitik fordert der Kreisverband Hersfeld-Rotenburg der Alternative für Deutschland (AfD), der zum Neujahrsempfang ins Friedloser Bürgerhaus eingeladen hatte.

Im Mittelpunkt der Redebeiträge von Martin Hohmann (Ex-CDU-MdB aus Fulda), dem Bundestagskandidaten Stefan Wild und des Kreisvorsitzenden Gerhard Schenk standen dabei die Flüchtlingsproblematik, der Islam und der Euro.

Vor rund 75 Gästen aus dem Landkreis und Thüringen sprach Martin Hohmann, der seit dem vergangenen Jahr für die AfD im Fuldaer Kreistag sitzt, von einer „verantwortungslosen Politikerkaste“, die zu Lasten derer agiere, „die schon länger hier leben – die Deutschen“. Der Islam sei eine „Eroberungs- und Herrschaftsideologie“, sagte Hohmann, der 2004 wegen antisemitischer Äußerungen aus der CDU ausgeschlossen worden war. Deutschland müsse bereit sein, Euros in die Hand zu nehmen, um Migranten wieder nach Hause zu schicken. „Dann kommen sie nie, nie wieder!“ Anderenfalls, so prophezeite er, sei Unfrieden die Folge.

Stefan Wild, Kandidat für die Bundestagswahl im Wahlkreis 169, forderte unverblümt den Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie habe „mit Bedacht die falschen Entscheidungen getroffen“ und müsse ihren Posten räumen. Die Demokratie sei nur noch eine „bloße Worthülse“. Nur die AfD könne das Ruder herumreißen, sagte Wild und rief: „Wir sind die Vorreiter, eine Elite. Wir sind nicht manipuliert und fremdgesteuert!“

Die Flüchtlingskrise war auch das Thema von Gerhard Schenk, der die Sicherheit junger Frauen nicht mehr gewährleistet sah. Außerdem sei Deutschland „nicht das Sozialamt für die Bedürftigen dieser Welt.“

Zum Schluss des offiziellen Teils sang die Versammlung gemeinsam das Deutschlandlied.

Vor dem Bürgerhaus hatten sich zwei, zeitweilig sogar drei Polizeistreifen postiert. Dies sei rein vorsorglich geschehen, hieß es, Hinweise auf eine Störung der Veranstaltung habe es nicht gegeben. (ks)

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