Besuch auf der Baustelle

Es geht Schlag auf Schlag: In Friedlos wird die Kita erweitert

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Gut angelegtes Geld: Bei einem Baustellenbesuch ließen sich Mitglieder der Ludwigsauer SPD-Fraktion von Bauplaner Bernd Emmerich (Zweiter von links) und Bürgermeister Wilfried Hagemann (Fünfter von links) über den Baufortschritt und die noch anstehenden Arbeiten unterrichten. Nach dem Stand der Dinge kann der Kindergarten 2020 in den dann modernisierten und erweiterten „alten“ Kindergarten zurückziehen.

Gut Ding will Weile haben. Manchmal geht es aber auch ganz schön schnell. Wie jetzt bei der Erweiterung der größten Ludwigsauer Kindertagesstätte in Friedlos.

Erweiterung ist eigentlich untertrieben, denn Kinder und Erzieher sind aus dem unmittelbar unter der Fuldatalschule gelegenen Gebäude aus- und in auf dem Parkplatz hinter der Gemeindeverwaltung aufgestellte Container eingezogen, um einer grundlegenden Modernisierung mit energetischer Sanierung und Erweiterung der Einrichtung Platz zu machen.

„Es geht alles Schlag auf Schlag, und wenn es weiter so gut läuft, kann der ganz normale Kindergartenbetrieb Mitte Januar wieder aufgenommen werden“, erklärt Bürgermeister Wilfried Hagemann bei einem Baustellenbesuch von SPD-Gemeindevertretern.

Normalerweise müsste für ein derartiges Projekt mit einer Bauzeit von rund 15 Monaten gerechnet werden. In Ludwigsau jedoch ist alles so geplant und vorbereitet, dass die Bauzeit aller Voraussicht nach nur rund sechs Monate betragen wird. Natürlich hat bis jetzt auch das Wetter mitgespielt, aber wesentlicher Grund dafür, dass alles schneller über die Bühne geht, ist, dass die für die in Holzständerbauweise erfolgende Aufstockung benötigten Holzteile bereits vorgefertigt wurden.

Außerdem klappe das Zusammenspiel zwischen Bauplaner Bernd Emmerich und den beteiligten Baufirmen hervorragend. Die Meckbacher Firma Thalmann war zeitweise mit sieben Fahrzeugen vor Ort, und natürlich wurden, wie Martin Thalmann stolz berichtet, alle Kräfte gebündelt, um Elektro-, Wasser- und Heizungsinstallationsarbeiten voranzutreiben. Ähnliches gilt für die Bebraer Firma Richardt, die für diverse Trockenbau- und Malerarbeiten, aber natürlich auch für die Außenfassade zuständig ist. „Das Miteinander der Firmen klappt hervorragend“, lobt Richardt-Bauleiter Erik Lesanovsky.

Baustellenbesichtigung: Bauplaner Bernd Emmerich erläutert, wie über der abgehängten Decke Wärme gepuffert wird und wie das geneigte Dach zur Erzeugung von hauseigenem Strom genutzt werden könnte.

Und Bauplaner Emmerich, der bei Rathauschef Hagemann ob seiner durchdachten Bauplanung und der vielen mit Nachbarn geführten Gespräche einen dicken Stein im Brett hat, stellt zufrieden fest: „Ich habe noch keinen einzigen bösen Brief schreiben müssen.“ Was die mit 1,83 Millionen Euro kalkulierten Baukosten anbelangt, prognostizieren Hagemann und Emmerich übereinstimmend, dass der Finanzrahmen eingehalten werden wird. Das bedeutet, dass die Gemeinde rund 825 000 Euro aus eigener Tasche stemmen muss. Was aber gut angelegtes Geld sei, weil zum Beispiel das neue Dach so nach Süden geneigt ist, dass auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern problemlos eine Photovoltaik-Anlage installiert und Strom erzeugt werden könnte. „Wir haben aus der Not, gewisse Vorschriften einhalten zu müssen, eine Tugend gemacht und die Möglichkeit eröffnet, dass die Öl-Heizungsanlage eines Tages durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe-Heizungsanlage ersetzt und mit hauseigenem Strom betrieben wird“, erläutert Emmerich.

Davon und von vielen weiteren Modernisierungen sind auch die SPD-Gemeindevertreter angetan, deren Vorsitzender Frank Sandrock abschließend feststellt: „Wir erleben hier sensationelle Arbeit. Wir sind schon jetzt mächtig stolz auf unseren neuen Kindergarten.“

Von Wilfried Apel

Quelle: Hersfelder Zeitung

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