Schwitzen für „ein schickes Ding“

Kita in Friedlos wird modernisiert und aufgestockt

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Die Drei von der Baustelle: Bauplaner Bernd Emmerich, der Erste Beigeordnete Friedhelm Eyert und Bürgermeister Wilfried Hagemann (von links) mit dem Bauplan in der Kita.

In Rekordbauzeit wird die Kita im Ludwigsauer Ortsteil Friedlos modernisiert und aufgestockt. 

In der Kita in Friedlos gibt’s kein Hitzefrei. Im Gegenteil. Trotz der Wärme wird dort mit Hochdruck gearbeitet. Bis zum November soll das bestehende Gebäude aus dem Jahr 1972 energetisch saniert, modernisiert und um ein Stockwerk aufgestockt werden.

„Das wird ein schickes Ding“, ist sich Bürgermeister Wilfried Hagemann sicher. Er weiß aber auch: „Es ist immer schwierig, im Bestand zu bauen“. Doch genau das passiert in Friedlos. Anstatt eine neue Kita auf der grünen Wiese zu bauen, hat sich die Gemeinde bewusst entschieden am bisherigen Standort in unmittelbarer Nähe zur Fuldatal-Schule und zur Kinderkrippe zu – denn zwischen den drei Kindereinrichtungen besteht ein enger Kontakt und reger Austausch, auch um den Kleinen den Übergang zu erleichtern.

Für den Neubau nimmt Ludwigsau ordentlich Geld in die Hand. 1,8 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben, allein 475.000 Euro davon fließen in die energetische Sanierung. Dank diversem Fördergeld, unter anderem aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Landes, liegt der Eigenanteil der Gemeinde bei rund 730 000 Euro – „eine Investition in unsere Zukunft, unsere Kinder“, sagt Bürgermeister Hagemann. Nach dem Umbau bietet die Kita dann Platz für 125 Kinder, die von 18 Erzieherinnen betreut werden.

Warten auf den Einzug: Kita-Leit erin Irmgard Dombrowski (rechts) und Anja Jungmann, die bei der Gemeinde für die Kindergärten zuständig ist, vor der entkernten Kita.

In nur rund sechs Monaten Bauzeit will Planer Bernd Emmerich mit seinem Friedewälder Ingenieurbüro dem Umbau bewältigt haben. „Alle beteiligten Baufirmen haben ihr Wort gehalten und haben pünktlich ihre Arbeit begonnen“, lobt Emmerich alle Gewerke. Trotzdem sei das eine „gigantisch kurze Bauzeit“. Möglich wird dies nur, weil mit Fertigbauteilen in Holzständerbauweise aufgestockt wird. Um das zusätzliche Stockwerk zu tragen, musste die Statik des alten Kita-Gebäudes durch Stahlstützen verstärkt werden.

Außerdem gibt es dreifach-verglaste neue Fenster, viel Tageslicht, außen liegenden Sonnenschutz, einen verbesserten Schallschutz im Gebäude und natürlich Brandschutz nach neuestem Standard. Sogar die Treppen zum neuen ersten Stock wurden kindgerecht von 18 auf 16 Zentimeter abgesenkt und dafür verbreitert. Die Kinder haben auch eigene Handläufe und auch sonst wurde viel in die Sicherheit investiert.

Während der Bauzeit sind die Kinder zum Teil in der benachbarten Fuldatalschule, aber auch in speziellen, klimatisierten Kita-Containern untergebracht. Das Provisorium kostet die Gemeinde rund 44.000 Euro, sagt Bürgermeister Hagemann, dem Transparenz bei dem Bauvorhaben wichtig ist. Deshalb bietet er den Eltern auch regelmäßige „Container-Gespräche“ für Fragen zum Baufortschritt an.

„Die größte Sorge der Eltern ist, dass ihre Kinder in dem Container überwintern müssen. Das aber werde definitiv nicht passieren. Der Fertigstellungstermin bis Ende November werde gehalten, versichern Bürgermesiter Hagemann und Bauplaner Emmerich.

Und dafür wird jetzt ordentlich geschwitzt. kai

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