Ein schönes Abenteuer

Ludwigsau und Changé feiern ihre Freundschaft

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Damit es in Zukunft noch sportlicher zugeht: Die amtierenden Bürgermeister Joel Georges (von links) und Bürgermeister Wilfried Hagemann, Ehrenbürgermeister Thomas Baumann sowie die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Bernd Prokupek und Arnauld de Saint Riquier freuen sich über die neuen Fußballer-Trikots.

Ludwigsau. Seit 20 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Ludwigsau und der französischen Gemeinde Changé. Grund genug die Freundschaft zu feiern. 

Man kennt sich. Man begrüßt sich mit Küsschen. Man ist glücklich, dass man über 20 Jahre lang über eine faktisch nicht mehr bestehende Grenze hinweg freundschaftlich verbunden ist, und dass die am 11. Oktober 1997 feierlich besiegelte Partnerschaft zwischen der französischen Stadt Changé und der deutschen Gemeinde Ludwigsau immer wieder neu aufleuchtet.

Ganz im Sinne der Altvorderen de Gaulle und Adenauer und der Gründerväter und -mütter, an deren Stelle Joel Georges, der amtierende Bürgermeister von Changé, mit einer ansehnlichen Delegation nach Ludwigsau gekommen ist, um am Samstagabend nach ersten Begegnungen mit den deutschen Freunden und interessanten Ausflügen das 20-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern.

Für vereintes Europa

Parlamentspräsident Peter Schütrumpf, Bürgermeister Wilfried Hagemann und der Vorsitzende des Ludwigsauer Partnerschaftsvereins, Bernd Prokupek, begrüßen die Gäste, die Gastfamilien und die Vertreter der Institutionen und Vereine, die die Partnerschaft vor Ort leben, im Friedloser Bürgerhaus. Schütrumpf ruft dazu auf, auch weiterhin für ein vereintes Europa einzutreten und rechtspopulistischen Bestrebungen Kontra zu geben. Hagemann spricht von gewachsenem Vertrauen und wünscht sich für die Zukunft einen noch aktiveren Austausch auf noch breiterer Basis, damit jeder noch mehr vom anderen lernen kann.

Prokupek verweist darauf, dass es wichtig ist, Jugendliche für den Partnerschaftsgedanken zu begeistern – so wie dies bei den Begegnungen der Jugendfußballer und der Tischtennisspieler im Mai der Fall gewesen ist.

Georges unterstreicht seinen Willen zur Fortsetzung des „schönen Abenteuers Partnerschaft, damit wir immer besser entdecken, dass der Fremde dieselben Gefühle teilt, dieselben Ängste wahrnimmt und dieselben Hoffnungen projiziert wie wir selbst.“ Arnauld de Saint Riquier, der Vorsitzende des Changéer Partnerschaftsvereins, beschreibt das „Glück des Zusammenseins“ und erinnert an Victor Launay, den Gründer-Großvater der Partnerschaft, der als Kriegsgefangener auf dem Hof des Mecklarer Landwirts Konrad Trieschmann arbeiten musste, dort gut behandelt wurde und deshalb später wieder Kontakte nach Mecklar knüpfte.

Vielfältige Projekte vor Augen malend schließt er mit den Worten: „Die Zukunft unserer Partnerschaft liegt in unseren Händen!“

Von Wilfried Apel

Viele schöne Fotos vom Freundschaftsfest finden Sie in unserer Fotostrecke. 

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