Hand in Hand

Sonntag erster Gottesdienst in sanierter Rohrbacher Kirche

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Rohrbach – Im Hause Gottes riecht es nach frischer Farbe. Hell und freundlich erstrahlt die kleine Kirche von Rohrbach nach der fast zweijährigen Sanierung.

Die einst dunklen Wände sind nun pastellfarben mit sanften Akzenten in Terrakotta. Die Bänke sind nicht mehr grüne, sondern hellgrau. Angenehm schlicht und auf das Wesentliche fokussiert ist der Sakralraum, in dessen Mittelpunkt der Altar von handgefertigten Lampen in warmes Licht getaucht wird.

„Wir haben viel Glück gehabt, dass unsere Kirche saniert werden konnte“, sagt Pfarrerin Karin Ludwig-Heiderich, die zusammen mit Heike Diedenhofen und Rosemarie Bronder von Kirchenvorstand letzte Vorbereitungen für die offizielle „Inbetriebnahme“ treffen. Zum 200. Geburtstag und am Tag der Kirchenvorstandswahl am morgigen Sonntag wird das kleine Gotteshaus ab 14 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes mit Dekan Dr. Frank Hofmann und Pfarrerin Ludwig-Heiderich wieder seiner Bestimmung übergeben.

Knapp 400 000 Euro aus Mitteln der Landeskirche und „hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit“ hat die Sanierung gekostet, die dringend notwendig war. „Die ganze Kirche war marode, der Turm musste gesichert werden“, erinnert sich Karin Ludwig-Heiderich. Mit vielen fantasievollen Aktionen wie der „Kirche in Dreck und Speck“ oder der „Suppenkirche“ sammelten die rund 500 Gemeindemitglieder Geld, um die Arbeiten zu unterstützen. „Der Kirchenvorstand war mit Herzblut dabei, wir durften bei allen Entscheidungen mitreden“, sagt Heike Diedenhofen. Und mit anpacken. So wurden die Bänke selbst abtransportiert. „Das war schwierige Arbeit“, erinnert sich Rosemarie Bronder.

Während der Sanierungsarbeiten wurde der Gottesdienst im Bürgerhaus Rohrbach gefeiert. „Das war nicht ganz einfach und gewöhnungsbedürftig“, sagt die Pfarrerin. Doch die Mühen haben sich gelohnt. Klar, dass der Kirchenvorstand von Rohrbach, insgesamt vier Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 39 und 71 Jahren, morgen wieder zur Wahl steht. Die gemeinsame Arbeit schweißt eben zusammen. „Es ist doch unsere Kirche, da packt es einen“, sagt Heike Diedenhofen.

Quelle: Hersfelder Zeitung

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