Protestfront gegen Windkraft und Trasse wächst

Ludwigsau will es nun anpacken

Ludwigsau. Bei einer zweistündigen Ortsbegehung haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative Ludwigsau und der Initiative Hainrode/Ersrode (IHE) über die Belastungen informiert, die wegen der geplanten Windkraftprojekte auf die beiden nördlichen Ortsteile zukommen.

Die Bauplätze am Klosterstein sind bereits gerodet. Dort sollen sieben Windräder errichtet werden. In unmittelbarer Nähe soll zudem entlang der bestehenden Stromleitung die Starkstromtrasse Wahle-Mecklar vorbeiführen. „Landschaftsveränderung und -belastung sind eine Folge beider Projekte, welche Folgen die Lärmbelastung sowie Infraschall haben, ist noch nicht abzusehen“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Bürgerinitiativen.

Im Anschluss an die Begehung wurde außerdem über die Gründe informiert, warum die geplante Starkstromleitung über die längere Trasse rund um Ersrode, Hainrode und Oberthalhausen geführt werden soll, anstatt die viel kürzere sogenannte „Waldtangente“ zu wählen. „Die Internetseiten von Tennet, der Projektfirma, informieren darüber nur unzureichend“, monieren die Bürgerinitiativen.

Weitere Belastungen der beiden Ortsteile sind außerdem durch weitere geplante Windparks zu befürchten. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich daher einige, dass diese Belastungen nicht einfach hingenommen werden dürfen. Es bestehe die Sorge, dass die unberührte und intakte Landschaft einem Energiepark weichen müsse.

„Leute, es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam an“, sagte daher Markus Sauerwein, Vorsitzender der BI Ludwigsau. Beide Interessenvertretungen hoffen, dass sich viele Bürger dem Protest anschließen.

Wer sich informieren will, kann dies am Samstag, 22. August, vor dem Besengrundcenter in Friedlos tun. An diesem Tag findet auch eine Unterschriftensammlung für eine sogenannte „Nullmessung“ des Lärms in den beiden Gemeinden Hainrode und Ersrode vor Baubeginn der Windräder statt. (red/kai) Informationen zum Thema unter www.bi-ludwigsau.de

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