Tourismus-Projekte werden geprüft

Lücken im Gewerbegebiet schließen: Friedewald kauft und vermarktet Restflächen

Platz für neue Firmen: Über die Hessische Landgesellschaft kauft die Gemeinde Friedewald diese Fläche am östlichen Rand des Gewerbegebiets, um sie an ansiedlungswillige Unternehmen zu vermarkten.
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Platz für neue Firmen: Über die Hessische Landgesellschaft kauft die Gemeinde Friedewald diese Fläche am östlichen Rand des Gewerbegebiets, um sie an ansiedlungswillige Unternehmen zu vermarkten.

Um ansiedlungswilligen Firmen zeitnah einen Bauplatz anbieten zu können, nimmt die Gemeinde Friedewald die Lücken im bestehenden Gewerbegebiet ins Visier.

Friedewald - Während seiner Sitzung im Saal Bock in Motzfeld hat das Gemeindeparlament am Mittwochabend einstimmig beschlossen, eine 7106 Quadratmeter große Fläche in der Flur „In den Siffigsgärten“ in die Bodenbevorratungsvereinbarung mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) aufzunehmen, welche die Grundstücksgeschäfte im Auftrag der Kommune abwickelt. Das Areal liegt am östlichen Rand des Gewerbegebiets an der Straße nach Hönebach und ist bereits als Gewerbefläche ausgewiesen, wurde bislang aber landwirtschaftlich genutzt. Der Kaufpreis von 30 Euro pro Quadratmeter entspricht laut Beschlussvorlage dem aktuellen Bodenrichtwert. Angesiedelt werden sollen hier kleingliedrige Gewerbetreibende.

Die Ausweisung neuer Gewerbeflächen gestaltet sich nach Einschätzung von Bürgermeister Dirk Noll derzeit schwierig. Auch das geplante Gebiet „Am Wolfstall“ sei wohl nicht vor dem Jahr 2023 bebaubar. Weil Interessenten erfahrungsgemäß einen Kauf aus öffentlicher Hand bevorzugten, habe die Gemeinde Verhandlungen mit Eigentümern bereits ausgewiesener Restflächen geführt. Das Schließen von Baulücken fordere zunehmend auch das Regierungspräsidium Kassel ein, erklärte der Rathauschef. Diese geplante Nachverdichtung erntete das einhellige Lob der Redner beider Fraktionen. Einstimmig zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen haben die Gemeindevertreter den Antrag der Offenen Liste (OL), die Einrichtung eines Stellplatzes für vier Wohnmobile zu prüfen. Die Gemeinde werde dadurch touristisch weiter aufgewertet, argumentierten Wilfried Möller und Michael Joppich, die als möglichen Standort den Parkplatz an der Festhalle oder den benachbarten Kirmesplatz vorschlugen. Als grundsätzlich guten Antrag bezeichnete auch Bernd Iffland (SPD) das Ansinnen, der die Überweisung in den Ausschuss beantragte, um dort zunächst Details wie Kosten, Schmutzwasserentsorgung und den konkreten Standort zu erörtern.

Auf ein ähnliches Vorgehen einigten sich die Fraktionen beim Antrag der OL, den Kuppenrhön-Radweg zwischen Hillartshausen und Lautenhausen für mehr Verkehrssicherheit von der Kreisstraße auf einen etwa 100 Meter hinter dem Hillartshäuser Ortsausgang abzweigenden Feldweg zu verlegen, der dafür befestigt werden müsste. Als kostengünstigen Unterbau könne die Gemeinde eventuell auf den Schotter vom Wege-Rückbau auf der Baustelle des Windparks Waltersberg zurückgreifen, regte Michael Joppich (OL) an. Nach kurzer Diskussion über die ideale Fahrbahnbeschaffenheit von Radwegen schlug Bernd Iffland (SPD) vor, den Antragstext der OL in einen Prüfauftrag an den Gemeindevorstand umzuformulieren, um auch bei diesem Projekt zunächst Einzelheiten zu klären. Dem schlossen sich die Gemeindevertreter ebenfalls einstimmig an.

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