Klima und Infrastruktur stimmen 

Prädikat erhalten: Machtlos bleibt Erholungsort

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Neues Begrüßungsschild: Zur Verleihung des Prädikats Erholungsort wurde auch das neue Schild enthüllt. Ins Logo integriert wurde ein Auerhahn – das Machtloser Wappentier. Unser Bild zeigt – von links – den Ronshäuser Kreisbeigeordneten Helmut Miska, Bürgermeister Markus Becker, Verkehrsamts-Leiterin Martha Richardt, Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, Ortsvorsteher Udo Berle und Horst Wenzel vom Hessischen Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen beim Regierungspräsidium Kassel.

Machtlos. In Machtlos ist die Freude groß - die Anstrengungen der Einwohner haben sich gelohnt: Ihr Ort hat erneut das Prädikat als staatlich anerkannter Erholungsort bekommen.

Damit ist das 185-Seelen-Dorf seit 1983 bereits zum vierten Mal ausgezeichnet worden.Und das in einem beachtlich flotten Verfahren, wie Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke bei einer Feierstunde am Montagabend betonte. Gerade mal ein Jahr habe es vom Antrag bis zur Beurkundung gedauert.

„In den kleinen Orten, da läuft’s“, stellte Lübcke, der selbst in einem kleinen Ort mit „immerhin 350 Einwohnern“ aufgewachsen ist, fest. Dort werde gemeinsam darum gekämpft, dass alles in Ordnung ist.

Dorfgemeinschaft erhalten 

So eine Dorfgemeinschaft, das wüssten auch die Gäste des Ferienparks in Machtlos zu schätzen: „die kennen das so nicht und kommen her, um Sie zu treffen“, sagte der Regierungspräsident. Er riet den Machtlosern, sich nicht von Entwicklungen wie den sozialen Medien im Internet überrollen zu lassen, sondern so zu bleiben, wie sie sind, und lieber mal „ein Mull voll miteinander zu schwätzen“.

Neues Begrüßungsschild 

Wie groß die Verbundenheit in dem kleinen Ort ist, zeigte sich auch bei der Feierstunde am Montag, die von Jugendclub und Feuerwehr bewirtet wurde. Viele Machtloser waren vor das neue Feuerwehrgerätehaus gekommen und feierten ihre Auszeichnung gemeinsam mit den offiziellen Vertretern von Land, Kreis und Gemeinde. Zuvor war gemeinsam das neue Begrüßungsschild am Ortseingang enthüllt worden.

„Alle haben mitgeholfen, dass es in unserem Machtlos auch weiterhin so schön ist, dass viele hier Urlaub machen wollen“, sagte Ronshausens Bürgermeister Markus Becker. Es reiche nicht, einfach nur einen Antrag zu stellen - „es braucht eine starke Gemeinschaft von Bürgern, die hinter dem Prädikat steht und es mit Leben erfüllt“.

Ob Vereine, Ortsbeirat und Ortsvorsteher Udo Berle bis hin zu den Bauhofmitarbeitern sowie den Gemeindevertretern, die Geld im Haushalt zur Verfügung stellten - alle hätten für das Projekt an einem Strang gezogen. Sein ganz besonderer Dank gehe an die Leiterin des Verkehrsamtes Ronshausen, Martha Richardt, die „die Zügel immer in der Hand behalten und uns erfolgreich zum Ziel geführt hat“, sagte Bürgermeister Becker.

Ein gut beschildertes Wander- und Radwegenetz mit fünf Natur-Erlebniswegen, die Hessen Extratour Ronshausen, zwei Geocaching-Strecken, der Erlebnispfad Steinbachtal, der Märchen-Erlebnisweg und vieles mehr - all das werde rund um Machtlos geboten, sagte Becker.

Als Vertreter des Landrats wünschte Helmut Miska dem Ferienpark, „dass die Betten immer voll mit Urlaubern sind“. Ortsvorsteher Udo Berle dankte seinen Machtlosern für ihr Engagement „rund ums heimische Häuschen“.

Hintergrund

Klima und Infrastruktur müssen stimmen 

Das Prädikat Erholungsort kennzeichnet Orte, die sich wegen landschaftlicher und klimatischer Bedingungen zur Erholung eignen. Für die Auszeichnung ist zum Beispiel eine Bioklimabeurteilung des Deutschen Wetterdienstes erforderlich. Zudem müssen die Orte eine auf Tourismus ausgerichtete Infrastruktur aufweisen. Das staatliche Prädikat ist die Voraussetzung dafür, dass Kurtaxe erhoben werden darf. Für die Gemeinde Ronshausen sind das jährlich Einnahmen in Höhe von etwa 15.000 Euro.

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