Vier Preisträger aus der Region

Märchen und Wurscht: Großer Andrang beim Tourismus-Treffen in Bad Hersfeld

Wollen weiter so stark wie möglich kooperieren: Der Geschäftsführer Regionalmanagement Holger Schach, IHK-Hauptgeschäftsführerin Sybille von Obernitz, die Leiterin Tourismus Regionalmanagement Nordhessen Ute Schulte und Dehoga-Vorsitzender Stadt und Land Kassel Herwig Leuk beim Jahrestreffen Grimmheimat in der Bad Hersfelder Stadthalle. Fotos:  Deppe

Bad Hersfeld. Die wichtigsten Merkmale Nordhessens, sie gelten als Botschafter unserer Region: Märchen, Wald und Ahle Wurscht sind auch bei den vielen Übernachtungsgästen sehr beliebt. Das war eine der Botschaften beim Jahrestreffen Tourismus in der Bad Hersfelder Stadthalle. 200 Gastronomen, Kulturschaffende, Veranstalter und andere waren gekommen, um sich auszutauschen und den Fachvorträgen zu lauschen.

„Wir wollen möglichst viele Menschen zu gemeinsamen Projekten an einen Tisch holen“, sagte Ute Schulte vom Regionalmanagement Nordhessen. Im besten Falle ginge jeder mit neuen Ideen für die tägliche Arbeit nach Hause. Das zentrale Thema des Jahres sei natürlich die documenta in Kassel, von der die ganze Region profitiere. Unterkünfte in Kassel seien schließlich zum einen teuer und zum anderen schnell ausgebucht. „Man kann gut in der Region unterkommen und tageweise nach Kassel pendeln“, so Schulte.

Premierentermin: Bürgermeister Thomas Fehling stellte die neue Kurdirektorin Inge Bauer vor.

Gute Nachrichten für die gesamte Branche brachte Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagements, mit. „Die Grimm-Heimat 2017 ist finanziert“, sagte er, obwohl die Finanzierung weiterhin eine große Herausforderung bleibe. Der Austausch unter allen beteiligten Sparten müsse aber weiter intensiviert werden. Aus Denver kam als Referent Joe Jost, der für die Firma AD-Taxi-Networks, einen Partner der HNA beim digitalen Marketing, arbeitet. In seinem simultan übersetzten, unterhaltsamen Vortrag richtete er den Blick auf die Möglichkeiten des Internets.

Für mehr gegenseitige Unterstützung warb Sybille von Obernitz, Hauptgeschäftsführerin der IHK Kassel-Marburg. „Wir müssen mehr Werbung für unsere Ausbildungsberufe machen“, sagte sie und nannte als Vorbild eine Kampagne, die in Bayern sehr erfolgreich verlaufen sei. Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling nutzte seine Ansprache, die neue Kurdirektorin Inge Bauer vorzustellen.

Der Tourismuspreis

In der Kategorie Marke siegt das Kasseler Freizeit- und Eventangebot „Exitgame-Kassel – Rettet Schneewittchen“. Die Jury würdigte die innovative und außergewöhnliche Inszenierung des Märchenthemas.

Tauschten Ideen und Konzepte aus: HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel (von links), Ulrike Remmers und Ute Schulte (beide Regionalmanagement), HNA-Anzeigenleiterin Miriam Donnert und Joe Jost von AD-Taxi-Networks.

Die Theaterstadtführungen in Frankenberg (Eder) erhalten den Tourismuspreis in der Kategorie Service. Das Projekt zeigt, so die Jury, welches Potential für touristische Angebote im Engagement der Einheimischen liegen kann.

In der Kategorie Kooperationen fiel die Wahl der Jury auf die Burgen und Schlösser in der Grimmheimat. Die derzeit 25 historischen Gebäude seien idealtypische Merkmale der nordhessischen Märchenlandschaft und Schauplatz zahlreicher Märchen der Grimms, heißt es.

Der Sonderpreis der Jury ging an die Grimmwelt Kassel. Das architektonisch und inhaltlich herausragendes Ausstellungshaus habe Weltformat und lenke die Aufmerksamkeit der Touristen nicht nur auf Kassel, sondern auf die gesamte Grimmheimat.

Von Lasse Deppe

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