Spenden für die Kita erwünscht

Mais-Labyrinth mit Lerneffekt: Sven Mares hat Irrgarten in Oberbreitzbach angelegt

Landwirt Sven Mares und Kita-Leiterin Ingrid Ehses an einer der Infotafeln mitten im Oberbreitzbacher Maislabyrinth.
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Wissenswertes zum Maisanbau: Landwirt Sven Mares und Kita-Leiterin Ingrid Ehses an einer der Infotafeln im Oberbreitzbacher Labyrinth.

Wer nicht auf Anhieb den richtigen Weg durch das Maislabyrinth von Landwirt Sven Mares in Oberbreitzbach findet, dem bleibt zumindest ein Lerneffekt.

Oberbreitzbach- Denn an den Pfaden zwischen den rund vier Meter hohen Maisstängeln hat Erbauer Sven Mares mehrere Infotafeln zu den ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutzpflanzen aufgestellt. Der Landwirt aus dem Hohenrodaer Ortsteil Soislieden ist als Agrarscout des Forums Moderne Landwirtschaft aktiv und sucht gemeinsam mit weiteren Berufskollegen aus der Region regelmäßig den Dialog mit den Verbrauchern. In dieser Gruppe zumeist junger Landwirte sei auch die Idee entstanden, sich mit einem besonderen Hindernis am Geländelauf White-Hills-Run zu beteiligen.

Den Mais hat Mares im Frühjahr flächendeckend mit zehn Körnern pro Quadratmeter auf dem 1,1 Hektar großen Acker ausgesät. Die Wegeführung wurde zunächst auf Skizzen ausgetüftelt, um sie dann auf das Feld zu übertragen. Das geschah wetter- und arbeitsbedingt allerdings später, als ursprünglich geplant. „Der Mais war schon rund zwei Meter hoch“, erinnert sich Sven Mares. Der Landwirt und seine Mitstreiter rückten den Pflanzen deshalb mit Motorsensen zu Leibe. Sie orientierten sich dabei an den Aufnahmen einer Drohne. Entstanden sind auf diese Weise mehrere miteinander verbundene Kreise. Um diese Wege frei von den mitunter scharfkantigen Blättern zu halten, ist Mares dort seither regelmäßig mit einer Heckenschere unterwegs.

Aus der Vogelperspektive: So übersichtlich wirkt das Oberbreitzbacher Maislabyrinth nur aus der Luft. Zwischen den vier Meter hohen Pflanzen fällt die Orientierung schwerer.

Der Irrgarten in seinem Feld mit angrenzendem Insekten-Blühstreifen ist für den Landwirt eine gute Möglichkeit, auch unter Pandemiebedingungen um Verständnis für seinen Berufsstand zu werben. Bei fachgerechtem Anbau sei der Mais als Nutzpflanze weit besser als sein Ruf, nutze beispielsweise gerade in trockenen Jahren das Niederschlagswasser sehr effizient, betont der Agrarscout. Am Ausgang des Labyrinths hat Sven Mares Faltblätter mit weiteren Informationen und Rezepten des landwirtschaftlichen Interessenverbandes Deutsches Maiskomitee ausgelegt.

Das Maislabyrinth liegt direkt an der Schutzhütte am Sandloch im Hohenrodaer Ortsteil Oberbreitzbach und ist frei zugänglich. Am Eingang ist ein Spendengefäß zugunsten des Mansbacher Kindergartens „Zwergenparadies“ aufgestellt. Darüber freut sich Leiterin Ingrid Ehses, die nach den Ferien mit den „großen“ Kita-Kindern einen Ausflug zu der lehrreichen Freiluft-Attraktion plant. Besuche im Irrgarten sind bis kurz vor der Ernte möglich – mindestens bis zum White-Hills-Run am Samstag, 4. September, danach voraussichtlich weitere zwei bis drei Wochen. Sven Mares appelliert allerdings, das Labyrinth nur bei Tageslicht zu betreten, denn im Dunklen verliere man zwischen den hohen Pflanzen schnell die Orientierung. Verschollen sei bislang aber niemand, beruhigt der Landwirt. (Jan-Christoph Eisenberg)

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