Vorbereitung auf den Weltgebetstag - alle Kirchengemeinden in Obersuhl beteiligt

„Man nimmt viel mit“

Schals in den chilenischen Landesfarben liegen auf dem Altar, die Vorbereitungen für den Weltgebetstag der Frauen sind weitgehend abgeschlossen. Auf dem Foto befinden sich von links Juliane Schmidt-Wecken, Elfriede Horber, Ingrid Schmidt, Beate Gliem, Renate Schmidt, Andrea Kleinerüschkamp und Erdmute Pfeffer. Foto:  Hefter

Obersuhl. Wenn am kommenden Freitag der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen beginnt, ist das für die Vorbereitungskreise der Höhepunkt einer arbeitsintensiven Zeit. „Für uns geht es schon im Dezember los, wenn wir das neue Vorbereitungsheft bekommen“, berichtete Renate Schmidt, seit vielen Jahren in der Weltgebetstagsarbeit in Obersuhl engagiert.

Bei ihr im engeren Vorbereitungskreis laufen die Fäden zusammen. Auch Beate Gliem, Elfriede Horber, Andrea Kleinerüschkamp, Erdmute Pfeffer und Ingrid Schmidt gehören zu diesem Kreis. Bei der Gestaltung des Gottesdienstes und des anschließenden Beisammenseins wirken in Obersuhl 15 Frauen mit. Das Pfarrerehepaar Schmidt-Wecken ist froh über so viel Engagement. „Ein tolles und zuverlässiges Team“, lobte Juliane Schmidt-Wecken, die der Gruppe im Hintergrund als Beraterin zur Verfügung steht.

Die Liturgie des Weltgebetstages kommt in diesem Jahr aus Chile und hat biblische Wunder zum Thema. Sein Leitwort „Wie viele Brote habt ihr?“ soll Christen nicht nur zum Teilen und zum Kampf gegen den Hunger in der Welt auffordern, sondern sie zum Nachdenken bringen, wie der Einzelne seine Gaben und Fähigkeiten dort einsetzen kann, wo sie gebraucht werden.

Seit Januar haben sich die Frauen des Obersuhler Vorbereitungskreises wöchentlich mit dem südamerikanischen Land, seinen Bewohnerinnen, ihren oft schwierigen Lebensbedingungen und ihrer Sicht auf die Bibel beschäftigt. Und sie haben dabei Neues gelernt: „Man nimmt persönlich sehr viel mit auf Dauer“, betonte Ingrid Schmidt. „Weltgebetstagsarbeit macht süchtig“, meinte Erdmute Pfeffer. „Wenn man einmal dabei ist, will man weitermachen.“ Und Elfriede Horber fasziniert am Weltgebetstag besonders, dass sie an einem weltumspannenden Projekt teilnimmt. Wichtig ist den Frauen auch der ökumenische Gedanke, der dahintersteht. Der Obersuhler Kreis ist eine bunt gemischte Gruppe mit Mitgliedern aller Kirchengemeinden.

Gern würde der Vorbereitungskreis neue Mitglieder begrüßen. „Uns fehlen die jungen Frauen“, bedauerte Beate Gliem. Diese hätten oft ein Zeitproblem. Allerdings sei die Vorbereitung von begrenzter Dauer, betonte Andrea Kleinerüschkamp.

Bei einem Dia-Abend hat der Obersuhler Vorbereitungskreis Chile vorgestellt. Außerdem beschäftigte man sich ausgiebig mit den Bibeltexten und kochte chilenische Speisen wie Empanadas (kleine, süße Brote) oder chilenische Linsensuppe. Schließlich übten die Frauen die neuen Lieder für den Gottesdienst.

Der Gottesdienst in Obersuhl beginnt um 16 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirche. Anschließend gibt es im Gemeindehaus chilenische Spezialitäten. Natürlich sind auch Männer willkommen.

Von Susanne Hefter

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