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Margret Frank stellt Werke im Nentershäuser Bergbaumuseum aus

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Von: René Dupont

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Zwei besondere Bilder halten Margret Frank und Heinz Probst hoch: Das Werk links zeigt eine Frau mit einer Träne im Auge und erinnert an den Ukraine-Krieg. Es trägt den Titel „No war – Kein Krieg“. Das andere Bild hat die Nentershäuserin frei aus einem Kunstkatalog nachgezeichnet. Es zeigt die Vereinigung zweier Gesichter und oben die Landkarte mit den Kontinenten – Frieden ist auch hier das Thema.
Zwei besondere Bilder halten Margret Frank und Heinz Probst hoch: Das Werk links zeigt eine Frau mit einer Träne im Auge und erinnert an den Ukraine-Krieg. Es trägt den Titel „No war – Kein Krieg“. Das andere Bild hat die Nentershäuserin frei aus einem Kunstkatalog nachgezeichnet. Es zeigt die Vereinigung zweier Gesichter und oben die Landkarte mit den Kontinenten – Frieden ist auch hier das Thema. © René Dupont

Ein Besuch im Nentershäuser Heimat- und Bergbaumuseum lohnt sich aktuell noch mehr als sonst. Der Grund: Margret Frank stellt ihre Bilder im Museum aus.

Nentershausen – Margret Frank hat niemals im Traum daran gedacht, jemals ihre Bilder irgendwo auszustellen. Da musste Heinz Probst schon seinen ganzen Charme und seine Überredungskunst einsetzen, um sie zu überzeugen, ihre Werke im Nentershäuser Heimat- und Bergbaumuseum zu zeigen. „Ich habe sie bekniet“, erzählt der 85-Jährige und lacht.

Seit dem Saisonstart des Museums an Karfreitag sind nun einige der Werke von Margret Frank im Museum zu sehen. Wer sie sich noch anschauen will, muss sich aber sputen. Sie werden dort noch am Sonntag, 15, Mai, dem Internationalen Museumstag und am darauffolgenden Sonntag zu sehen sein. Ob die Ausstellung dann noch mal verlängert wird, ist noch offen. Mit der Ausstellung der Bilder lohnt sich ein Besuch in diesem außergewöhnlichen Museum noch mehr.

Für Margret Frank ist das Malen ein reines Hobby. Als Künstlerin sieht sie sich nicht. Aber ihre Werke ziehen den Betrachter in ihren Bann. Für sie verwendet die 73-Jährige alles, was ihr in die Hände fällt – von Sand, über Glitzersteine bis hin zu Bruchstücken von Spiegelglas. „Über Kunststile habe ich mir noch nie Gedanken gemacht“, berichtet die Nentershäuserin. „Die Bilder entstehen einfach aus meiner Fantasie. Das, was mich berührt, findet sich in meinen Bildern wieder“.

Für das Malen muss sich Margret Frank schon mal Zeit frei schaufeln. Ihre Familie hält sie auf Trapp. Und seit 20 Jahren arbeitet sie an Wochenenden als Bedienung im Landgasthaus Tannenhof in Nentershausen. „Sie ist die Schnellste mit der besten Übersicht“, plaudert Probst aus und lacht wieder sein jungenhaftes Lachen.

Der Museumsleiter hofft, mit der Ausstellung mehr Besucher ins Museum zu locken. Die Saison lief stockend an. Dabei sind die 300 Bilder und die Ausstellungsstücke zum Bergbau einmalig. Die Region hat davon jahrhundertelang gelebt. Und die Geschichten, die Heinz Probst und seine Kollegen zu erzählen haben, sind spannender als so mancher „Tatort“ im Fernsehen. Sie lassen eine längst vergessene Welt wieder lebendig werden.

Das Museum hat an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen auch für Schulklassen sind jederzeit nach Absprache möglich unter Telefon 06627/274 (Heinz Probst) und 06627/8168 (Georg Lorenz). Für eine Schulklasse hat dort schon mal ein einwöchiges Seminar stattgefunden. (René Dupont)

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