Zweiter Platz beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert

Marisa Linß: Musik ist der Antrieb in ihrem Leben

+
Finale: Marisa Linß singt beim Bundesfinale von Jugend musiziert in Paderborn.

Hönebach. Es war vielleicht bisher ihr größter Erfolg: Marisa Linß, 23-jährige Sängerin aus Hönebach, hat beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Paderborn den zweiten Platz belegt. „Das bedeutet schon etwas, damit kann man im Lebenslauf werben“, ordnet Linß selbst die Bedeutung des Preises ein.

Der Lebenslauf – er beinhaltet bislang das Abitur in Gerstungen und eine fast abgeschlossene Ausbildung zur Erzieherin in Heimboldshausen. Derzeit arbeitet Marisa Linß im Kindergarten Widdershausen. Demnächst allerdings ist der Umzug ins rheinische Bad Honnef geplant, „der Liebe wegen“, wie Linß verrät. Und da freut sie sich auf die Nähe zur Millionenstadt Köln und deren spannende Musikszene.

Denn die Musik, sie ist der Hauptantrieb in ihrem Leben. „Musik ist die intensivste Art der Gefühlsäußerung“, sagt Marisa Linß, die im Gespräch so gar nicht wie eine vergeistigte Künstlerin wirkt, sondern wie eine junge Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und nicht nur beim Singen angenehme Töne von sich gibt.

Das große Ziel, Gesang zu studieren – sie hat es fest im Blick, doch Konkretes entlocken lässt sie sich nicht. Nur so viel: Zunächst eine Ausbildung zu machen hat natürlich mit Sicherheitsdenken zu tun. Oder, wie Marisa Linß es formuliert: „So kann ich in meiner Leidenschaft gelassener sein. Nicht jeder wird mit Musik so reich wie Robbie Williams.“

Wurzeln im Chor

Ihre Wurzeln liegen in der Klassik und im Chor von Ulli Meiß, wo sie immer wieder bei ihren Solo-Auftritten beeindruckte. Doch auch die Begegnung mit Klaus Adamaschek alias Shiregreen, mit dem sie schon auf der Bühne stand, hat Marisa Linß geprägt. Und ist vielleicht auch dafür verantwortlich, dass sich ihre musikalischen Vorlieben zu verschieben beginnen. „In der Klassik ist fast alles vorgeplant“, erklärt sie. „Aber mit einer Band auf der Bühne – da entsteht bei jedem Konzert etwas Neues, Spontanes. Jeder aus der Band bringt irgendwas von sich ein. Das freie Musizieren reizt mich. Und nach einem Konzert fühlt sich irgendwie alles frisch an.“ Sie schließt nicht aus, auch irgendwann mal „eigene Musik zu machen“.

Härtere Töne

Auch aus dem eigenen CD-Spieler kommen zunehmend härtere Töne, wie sie zugibt: Rock, Metal, Punk. Marisa Linß nennt die US-Crossover-Band Prophets of Rage, die kanadische Rockformation Billy Talent und Tenacious D mit den beiden US-Schauspielern Kyle Gass und Jack Black als momentane Favoriten.

Da kann’s dann auch mal lauter werden, verrät die Sängerin: „Ganz laute Musik ist die beste Therapie.“ Darüber hinaus ist Marisa Linß begeisterte Festival-Gängerin, war bei Rock am Ring und auch schon am Wacken – und natürlich beim Open Flair in Eschwege. Livemusik liebt sie – und kann doch eins ihrer größten musikalischen Vorbilder nicht mehr live sehen: „Queen-Sänger Freddie Mercury hätte ich zu gern einmal erlebt“, sagt sie. Der charismatische Bandleader starb 1991. Da war Marisa Linß noch nicht geboren.

Mehr über Marisa Linß lesen Sie in der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.