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Mehr Bauplätze in Aussicht: Ronshausen will zusätzliche Flächen erschließen

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Von: Sebastian Schaffner

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Bei Häuslebauern offenbar sehr beliebt: Im Neubaugebiet Am Geldacker werden nach Einschätzung von Bürgermeister Markus Becker bald die letzten Grundstücke verkauft sein.
Bei Häuslebauern offenbar sehr beliebt: Im Neubaugebiet Am Geldacker werden nach Einschätzung von Bürgermeister Markus Becker bald die letzten Grundstücke verkauft sein. © Sebastian Schaffner

Die Gemeinde Ronshausen will weitere Bauplätze schaffen. Darüber hat Bürgermeister Markus Becker (CDU) bei der Vorstellung des Haushaltsplans die Gemeindevertreter informiert.

Ronshausen – „Das Neubaugebiet Am Geldacker ist ein voller Erfolg. Wir sind gerade dabei, die letzten Bauplätze zu verkaufen“, sagte der Bürgermeister, der bereits Geld im Gemeindebudget für das sogenannte Baulandumlegungsverfahren eingeplant hat. Mithilfe des Verfahrens könnte die restliche Freifläche des Bebauungsplans erschlossen werden, um „acht bis neun weitere Bauplätze“ zu schaffen.

„Wir müssen den aktuellen Aufschwung in Ronshausen einfach nutzen, um den demografischen Wandel aufzuhalten“, warb Becker für eine Erweiterung, die für den Bereich zwischen Goethestraße und Hersfelder Straße geplant ist. Realistisch seien Grundstücke mit einer Größe von je 900 bis 1000 Quadratmetern.

Im vergangenen Jahr wurden 20 Häuser gebaut

Die Einwohnerstatistik der Gemeinde zeige, dass sich die Zahl der Bewohner in Ronshausen auf einem Niveau von 2350 einpendele. Mit Blick auf die neuen Bauplätze und dem geplanten Wohnprojekt Tanzgarten hofft Becker – sollte alles so klappen, wie die Gemeinde sich das vorstellt – auf etwa 50 Einwohner mehr. „Dann hätten wir den demografischen Wandel der letzten sechs, sieben Jahre abgefedert.“ Dass das günstig zwischen Bebra und Autobahn A 4 gelegene Ronshausen in der Gunst der Häuslebauer in den vergangenen Jahren gestiegen ist, lasse sich auch an der Anzahl neu gebauter Eigenheime in Ronshausen ablesen: „Als ich 2012 Bürgermeister wurde, wurden hier pro Jahr zwei Häuser gebaut. Im vergangenen Jahr waren es schon 20“, sagt Becker.

Ein Grund dafür ist seiner Ansicht nach der vergleichsweise günstige Quadratmeterpreis von derzeit 65 Euro – aber nicht nur. „Hier rufen permanent Leute an, die bauen wollen“, berichtet der Rathauschef. Die erste Frage von potenziellen Interessenten ziele auch längst nicht mehr auf den Grundstückspreis. „Als allererstes wird gefragt, ob wir Glasfaser haben. Das haben wir.“ Die Coronapandemie und das dadurch von vielen Arbeitnehmern erprobte Homeoffice habe gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Internetverbindung ist. Die zweite Frage interessierter Bauherren sei in der Regel, wie es um die Infrastruktur im Ort bestellt sei. Gibt’s einen Supermarkt, ein Schwimmbad, wie schaut’s mit Bushaltestellen aus? „Erst an dritter Stelle geht’s um den Quadratmeterpreis.“

Ob die Gemeindevertreter die Pläne des Bürgermeisters mittragen, wird sich bei der nächsten Parlamentssitzung am Donnerstag, 7. April, zeigen. Dann soll der Haushalt verabschiedet werden. (Sebastian Schaffner)

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