Kritik von Schülern, Eltern und Schulen

Wegen Corona: Landkreis setzt mehr Schulbusse in Bad Hersfeld und Rotenburg ein

Das Bild zeigt Schüler, die sich am Eingang eines Schulbusses drängeln.
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Eltern haben Angst wegen der Infektionsgefahr: In Schulbussen, wie hier zum Beispiel in Wolfhagen, können keine Abstände eingehalten werden.

Corona-Abstand im Schulbus? Das ist auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg oft mehr Wunsch als Wirklichkeit. Jetzt soll die Situation aber zumindest etwas entspannt werden.

Hersfeld-Rotenburg - Zahlreiche Busse seien überfüllt, viele Kinder bekämen keinen Sitzplatz, klagen Eltern, Schüler und auch Schulen seit Wochen. Der Landkreis reagiert nun und will nach den Herbstferien mehr Busse einsetzen – vorerst allerdings nur an zwei Schulstandorten.

„Um die Situation auf den am stärksten frequentierten Linien zu entspannen, haben wir jetzt für Linien in Bad Hersfeld und Rotenburg zusätzliche Busse geordert“, sagt Landrat und Schuldezernent Dr. Michael Koch (CDU).

Nach den Ferien, also ab Montag, 19. Oktober, sollen zunächst insgesamt vier Busse den Schülerverkehr am Schulzentrum Obersberg (Bad Hersfeld) und an der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule unterstützen. Aus der Ausschreibung des Kreisausschusses geht hervor, dass es vorerst um drei Touren in Bad Hersfeld und eine in Rotenburg geht, die Busse mindestens 45 Sitzplätze vorweisen müssen und die „Verstärkerfahrten“ bis 29. Januar 2021 eingesetzt werden sollen.

„Wir sind derzeit noch in Verhandlung mit weiteren Reisebusanbietern und schauen uns auch die Situation auf anderen Linien an“, so Koch. In einem nächsten Schritt wolle der Kreis prüfen, „ob weitere Linien ebenfalls Unterstützung benötigen und weitere Verstärkerbusse realisierbar und vor allem finanzierbar sind“. Der Landkreis warte mit Blick auf finanzielle Unterstützung auch noch auf eine Entscheidung des Landes Hessen.

Dass die Corona-Pandemie eine große Herausforderung gerade für schulpflichtige Kinder sei, sei im Landratsamt bekannt. „Wir haben Verständnis für die Sorgen der Eltern sowie die der Schülerinnen und Schüler. Wir können jedoch nicht verhindern, dass Kinder in den Bussen auch stehen müssen.“ Neben Sitzplätzen gehörten auch Stehplätze zur Fahrplatzkapazität der Busse.

Um die Probleme beim Schülertransport in den Griff zu bekommen, hatte der Kreis auch geprüft, ob die Schulzeiten nicht verlegbar seien. „Aus verschiedenen Gründen ist das allerdings nicht umsetzbar, das hat uns auch das Staatliche Schulamt bestätigt“, so Landrat Koch. (Sebastian Schaffner)

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