Zählungen

Mehr Hasen hoppeln in Hessen: Bestände haben laut Jagdverband zugenommen

Ein Feldhase.
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Ein Feldhase.

Sollten die bunten Eier tatsächlich vom Osterhasen versteckt werden, müssten die Osternester in diesem Jahr besonders prall gefüllt sein.

Hersfeld-Rotenburg – Denn laut Landesjagdverband Hessen (LJV) haben die Bestände des Feldhasen weiter zugenommen. Der LJV beruft sich auf die Ergebnisse der halbjährlichen Hasenzählungen, die seit 2002 in das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD-Projekt) einfließen. Im Frühjahr 2020 wurden in den hessischen Referenzgebieten durchschnittlich 18,2 Feldhasen auf 100 Hektar gezählt, im Herbst waren es 25,5. Das entspricht einem Zuwachs von 20,5 Prozent. Der Besatz liege damit etwas über dem bundesweiten Schnitt von 14 Feldhasen auf 100 Hektar Offenlandfläche.

Neben den WILD-Zählungen werden in Hessen auch Feldhasen durch die Hegegemeinschaften mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Gießen erfasst. Dabei wurde 2019 ein durchschnittlicher Frühjahrsbesatz von 14,3 und ein Herbstbesatz von 18 Feldhasen auf 100 Hektar ermittelt, was einem Zuwachs von 26 Prozent entspricht. Es handele sich jedoch um Durchschnittswerte. In waldreichen Regionen würden etwa nur drei Hasen pro 100 Hektar gezählt, während in offenen Gebieten über 30 Tiere keine Seltenheit seien. Konkrete Zahlen für den Kreis Hersfeld-Rotenburg liegen nicht vor, da es hier laut Dr. Nadine Stöveken vom LJV aktuell kein am WILD-Projekt beteiligtes Referenzrevier gibt. Allerdings habe sich der Bestand auch hier deutlich verbessert, betont Wilfried Marchewka, Vorsitzender des Kreisjagdvereins Hersfeld. Gründe seien die Bejagung von Beutegreifern, bessere Startbedingungen für Junghasen durch trockene Frühjahre und Biotopverbesserungen, etwa durch das Anlegen Blühflächen, die den Tieren Nahrung und Deckung böten.

Von mindestens stabilen Beständen spricht der Vorsitzende der Jägervereinigung Rotenburg, Wolfgang Adam. Als Steppenbewohner sei der Hase durch den hohen Waldanteil von 46 Prozent im Kreis jedoch weit weniger verbreitet als anderenorts und habe auch jagdlich nie eine große Rolle gespielt. (Jan-Christoph Eisenberg)

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