Kreisbrandinspektor Weingarten: Feuerwehren sind auf jedes Mitglied angewiesen

Mehr Jugendliche werben

Bosserode. „Gerade die Jugendfeuerwehren sind die Zukunft unserer Feuerwehren , und wir sind eigentlich auf jedes Mitglied unbedingt angewiesen.“ Das hat Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten im Bürgerhaus Bosserode den Führungskräften der Feuerwehren zugerufen.

Bei 152 Feuerwehren im Kreis „erscheinen mir 85 Jugendfeuerwehren allerdings etwas zu wenig“, sagte Weingarten. Klar sei, dass man nicht in allen Orts- und Stadtteilen genügend Jugendliche habe, die eine autarke Jugendfeuerwehr bilden können. In diesen Fällen seien die Führungskräfte aufgerufen, die Jugendlichen aus verschiedenen Dörfern zu einer gemeinsamen Gruppe zusammenzuführen.

37 Kindergruppen

Weingarten betonte, eine sehr gute Jugendarbeit mit der daraus resultierenden Werbung für die Arbeit der Feuerwehren sei unabdingbar. Den 37 Kindergruppen gehören derzeit 226 Jungen und 112 Mädchen an. Das ist ein Plus von 36. Weingarten appellierte an die Führungskräfte, ihr Augenmerk besonders auf die Brandschutzerziehung im Kindergarten und in der Schule zu lenken. Wenn das Auftreten der Feuerwehr dabei von hoher Kompetenz und Sachverstand geprägt sei und zur Mitgliedschaft aufgerufen werde, „werden zwangsläufig weitere Kinder zu uns stoßen“, ist Weingarten optimistisch. Namens des erkrankten Landrats sagte der Leiter des Fachdienstes Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, Dieter Pfaff, allen Feuerwehrleuten herzlichen Dank für die Bereitschaft, anderen zu helfen: „Es ist ein Glück und eine Besonderheit, dass genau dieses freiwillige Engagement auch Spaß macht. Feuerwehrleute sind mit ganzem Herzen bei der Sache. Feuerwehr ist eine ganz besondere Kameradschaft und eine starke Gemeinschaft.“

Bei der Nachwuchswerbung für die Wehren müsse man am Ball bleiben. Zur Abnahme der Aktiven um 23 sagte Pfaff: „Bei uns hier ist die Welt noch besser in Ordnung als andernorts.“ Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehren sei kein Selbstzweck, „es ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft“.

„Feuerwehr ist eine ganz besondere Kameradschaft und eine starke Gemeinschaft.“

Dieter Pfaff

Im Vorjahr seien erfolgreich zwei Modellprojekte umgesetzt worden. Feuerwehrleute haben nach Angaben Pfaffs in Schulen in Bad Hersfeld und Wildeck Projektwochen mit anderen Hilfsorganisationen gestaltet. Pfaff: „Ein großartiger Ansatz, den wir weiterverfolgen müssen. Ehrenamt kann man nicht anordnen - Ehrenamt wird erworben durch aktives Mittun.“ (m.s.) BERICHT UNTEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.