Mehr Leben in die DGHs und andere Projekte für Bebra

Bebra. In welche Richtung soll sich Bebra mit seinen Stadtteilen entwickeln? Darum ging es kürzlich beim zweiten Treffen mit dem sperrigen Namen Ikek-Forum.

40 Teilnehmer aus fast allen Stadtteilen feilten weiter an einem Leitbild, über das nun abgestimmt werden soll. Stichworte sind: • „bunt und beweglich“, • „belebt und beliebt“ und • „blüht auf und ist bekannt“. Welche Projekte eignen sich, um in Zukunft eine hohe Lebensqualität in Bebra zu sichern? Hier gibt es nun konkrete Ideen und Verantwortliche.

Aufwertung der DGHs

In der AG „Soziale Infrastrukturen/Miteinander“ ist ein Schwerpunktthema die Gestaltung von Begegnungsstätten für jeden Stadtteil. Dabei geht es vor allem um die Belebung der Dorfgemeinschaftshäuser. Die Veranstaltungskalender und Belegungspläne sollen überarbeitet und eine digitale Einbuchung ermöglicht werden.

Kulturelle Veranstaltungen, Bildungsangebote wie etwa Sprachkurse oder Reparatur-Cafés sollen mehr Leben in die Dörfer bringen. Sie sollen regelmäßig stattfinden und entsprechend bekannt gemacht werden. Mobilität ist ein weiteres Thema, bei dem man noch in Vorgesprächen ist. Alternative Mobilitätskonzepte sind angedacht - auch mit Partnern über Bebra hinaus.

Wohnen für Junge und Alte

In der Gruppe „Siedlungs- und Ortsinnenentwicklung, Plätze und Versorgung“ geht es zum Beispiel um neue Wohnformen sowie betreutes Wohnen. Die Idee einer Einrichtung für betreutes Wohnen, Tagespflege, stationärer Pflege und Begegnung in Asmushausen, die auch für die umliegenden Dörfer zur Verfügung stünde, wird langsam konkreter. Damit will man dem steigenden Bedarf der älteren Bewohner nach einer wohnortnahen Betreuung gerecht werden. Mietwohnungen in den Stadtteilen gelten als eine Möglichkeit, in den Dörfern jüngere Menschen zu halten, die nicht gleich ein Haus kaufen möchten.

Bezüglich der „Vermarktung von Leerstand“ geht es darum, freie Häuser besser an den Interessenten zu bringen.

Tourismus und Freizeit

Die AG „Tourismus (Freizeit), Landschaft und Natur“ befasst sich mit dem Ausbau und der Vernetzung der Radwege und der Fremdenverkehrswerbung. Ein gutes Radwegenetz diene nicht nur dem Tourismus, sondern auch den Bebanern. Die Stadt und die Tourismusorganisationen sollten die Angebote bewerben.

Die Ausbildung von Dorf-/Stadtteilführern, bessere Informationen über Ferienwohnungen und -zimmer oder ein Barfußpfad - das sind alles Ideen, die das Freizeit- und Tourismusangebot der Stadt Bebra erweitern könnten.

„Die Landschaft schmecken“ könnten Einheimische und Besucher auf einer Streuobstwiese samt Fruchtpresse und Vermarktung regionaler Produkte.

So geht es weiter

Alle diese Projekte sollen beim nächsten Ikek-Forum vorgestellt werden. Dann geht es um den zeitlichen Ablauf für die Umsetzung (drei Jahre) und die Kosten. Nach diesem 3. Treffen werde das Konzept fertiggestellt, teilte Raphael Schucht von Proloco mit, zusammen mit „regioTrend“ das von der Stadt beauftragte Büro.

Kontakt: Jens Meister vom Bauamt der Stadt Bebra, Telefon 06622/501 151, E-Mail: bauamt@bebra.de

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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