Kabarettist Christian Hirdes ließ auch das Thema Organspende nicht aus

Gib mir mein Herz zurück

BEBRA. Der Kulturzug im Alten Rathaus in Bebra dampfte mit voller Kraft bis kurz vor das neue Jahr, als Christian Hirdes mit seinem musikalisches Kabarett-Comedy-Programm auftrat. Selbst die sonst gern verschmähte erste Reihe war ausnahmslos besetzt.

„Beim Kabarett werden die Zuschauer gesiezt und bei der Comedy geduzt“, erläuterte Christian Hirdes dem Publikum den Unterschied zwischen Kabarett und Comedy. Ob er sich selbst mit Gitarre oder Klavier begleitete oder vortrug: Er sprach vieles in Reimen und bekannte: „Ich bin ein Reimfetischist“.

Ob darüber, wie er ungeduscht und ungekämmt träge nicht das Bett verlässt, bis sein Schatz aus dem Urlaub wiederkommt oder darüber, wie er mit Freundin Tamara Knoff-Hoff-Show-Zoff bekam: Hirdes sprach in Reimen.

Nicht zu viel Glück

Die Labertasche erzählte von seinem Künstlerleben, in welchem er zum einen behauptete, dass er nicht zu viel an Glück vertrüge, zum anderen erklärte, dass bei Künstlern die Midlife-Crisis gleich nach der Pubertät käme. Zumal das Durchschnittsalter der Künstler ohnehin nicht sehr hoch sei. Auch ein Johannes Heesters rette die Statistik nicht mehr. Er sei quasi mit seinen 35 Jahren ein Oberstudienrat im Vorruhestand.

Alles gut erfunden?

Ob er allerdings dem vergnügten Bebraer Publikum wirklich aus seinem Leben vortrug - oder ob alles nur gut erfunden war: Wer weiß? Zum Schluss behauptete er, ausnahmsweise ehrlich zu sein: Seine Freundin und er hätten wirklich ganz andere Probleme - er ist Künstler und sie nicht.

Und wieder kicherten die Zuschauer bei der Schilderung, wie die früh aufstehende Freundin versuchte, den sensiblen Mann aus dem Bett zu holen.

Christian Hirdes parodierte Herbert Grönemeyer mit einem Text über Organspenden: „Gib mir mein Herz zurück - ich brauch meine Leber noch“. Auch bei Reinhard Mey bediente Hirdes sich.

Das Publikum war entzückt, und nicht nur Christian Hirdes, sondern auch die Mitglieder des Kulturzuges bekamen viel Beifall für den gelungenen Abend.

Von Sylvia Hubele

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