Wahlkreis 169 gegen den Bundestrend - Kritik von Timo Lübeck (CDU)

Michael Roth rechtfertigt Rückzug der SPD in Opposition

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Michael Roth (SPD)

Hersfeld-Rotenburg. Entgegen dem Bundestrend bleibt die SPD stärkste Kraft im Wahlkreis 169. Mit deutlichem Abstand konnte Michael Roth mit 41,2 Prozent der Erststimmen sein Direktmandat gegen seinen CDU-Kontrahenten Timo Lübeck (29,9 Prozent) verteidigen. Auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD mit 32,6 Prozent vorn.

Hersfeld-Rotenburg. Entgegen dem Bundestrend bleibt die SPD stärkste Kraft im Wahlkreis 169. Mit deutlichem Abstand konnte Michael Roth mit 41,2 Prozent der Erststimmen sein Direktmandat gegen seinen CDU-Kontrahenten Timo Lübeck (29,9 Prozent) verteidigen. Auch bei den Zweitstimmen liegt die SPD mit 32,6 Prozent vorn.

Im Interview mit unserer Zeitung verteidigte Roth die Entscheidung seiner Partei, in die Opposition zu gehen. Nach dieser historischen Niederlage könne „die Karawane nicht einfach weiterziehen.“ Allerdings deutete er an, dass diese Entscheidung nicht das letzte Wort sein könne, falls es nicht zu einer Jamaika-Koalition in Berlin kommen werde. Er rechne mit schwierigen Koalitionsverhandlungen. Roth ließ offen, welche Rolle er künftig in der SPD spielen wird. Angesichts seiner bisherigen Arbeit könne er sich aber nicht vorstellen, „künftig in der vierten Reihe Dienst nach Vorschrift zu machen.“

Timo Lübeck reagierte gefasst auf sein Wahlergebnis: „Ich habe gemacht, was ich konnte.“ Er werde politisch weiter im Kreistag, als CDU-Kreisvorsitzender und im Gemeindeparlament von Haunetal aktiv bleiben. Die Bildung einer Jamaika-Koalition in Berlin hält auch er für schwierig. Daher sei es „unverantwortlich, dass sich die SPD jetzt in die Büsche schlägt.“

Timo Lübeck (CDU)

Drittstärkste Kraft im Kreis ist die AfD, deren Direktkandidat Stefan Wild 12,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Er zeigte sich „ein wenig stolz“ über eines des besten AfD-Ergebnisse in Hessen. In einigen Gemeinden wie Cornberg und Ludwigsau erreichte die Partei Ergebnisse über 17 Prozent, in Friedewald sogar 19,4 Prozent der Zweitstimmen. Keine Überraschungen gab es bei FDP (8,5), Linken (6,7) und Grünen (6,0) bei der Zweitstimme. Weit abgeschlagen die Freien Wähler, die mit 0,9 Prozent der Zweitstimmen nur knapp über der Tierschutzpartei (0,8 Prozent) landeten.

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