Im Traumjob etwas Gutes tun 

Michelle Becker aus Heinebach hilft Firmen, ihren Werbeauftritt zu verbessern

Mediengestalterin Michelle Becker Charity Aktion 2020
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Möchte etwas zurückgeben: Mediengestalterin Michelle Becker bietet kleinen Firmen ihre Unterstützung an.

Acht kleinen Firmen aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder möchte Michelle Becker mit der kostenlosen Überarbeitung ihrer Flyer, Plakate und Visitenkarten unter die Arme greifen.

Heinebach – In erster Linie sind es kleine Firmen, die durch Corona stark getroffen wurden und die dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Um das ohnehin schon knappe Budget etwas zu schonen, möchte die 29-jährige Mediengestalterin die Werbemittel der Unternehmen kostenlos modernisieren. So könnten das Image verbessert und das Kaufverhalten der Kunden positiv beeinflusst werden.

Dafür stellt sie ihre Arbeitszeit kostenlos zur Verfügung, das ist nämlich das, was am meisten ins Geld geht. „Am Liebsten würde ich alle unterstützen“, sagt Becker. Das ist aber allein durch den hohen Zeitaufwand nicht möglich. Außerdem sind es durch Corona einfach zu viele Firmen, die Unterstützung benötigen. Demnach hat sich die Mediengestalterin auf regionale Unternehmen mit einer Größe von maximal 20 Mitarbeitern beschränkt. Diese können sich bis Mittwoch, 11. November, per E-Mail anmelden. „Ich gucke mir die Bewerber erst nach Anmeldeschluss an, um nicht voreingenommen zu sein“, sagt die Selbstständige. Sie beurteilt dann anhand der vorhandenen Printprodukte, die ihr zugeschickt wurden, wer es am nötigsten hat. „Mich interessiert aber auch die Geschichte hinter den Firmen.“

„Ich möchte einfach ein Stück zurückgeben“

„Ich möchte einfach ein Stück zurückgeben“, sagt Becker. Sie kann sich sogar vorstellen, die Aktion jährlich zu wiederholen. Anderen zu helfen steht für sie schon lange an oberster Stelle. Die 29-jährige Mediengestalterin aus Heinebach hat sich erst vor 15 Monaten mit ihrer Firma „mpt media“ selbstständig gemacht. Das war etwa einen Monat nach dem Abschluss ihrer Ausbildung. „So war das eigentlich nicht geplant, aber manchmal führt einen das Schicksal woanders hin“, sagt sie. Dass sie sich einmal selbstständig machen wollte, wusste sie schon lange. Eigentlich wollte Michelle Becker erstmal weiter in der kleinen Firma, in der sie ihre Ausbildung gemacht hatte arbeiten und ihre Selbstständigkeit nebenbei aufbauen. Bereits Anfang des Jahres sah die Auftragslage der kleinen Werbeagentur aber nicht so gut aus. Corona hat das Ganze dann noch verschlimmert. Es wäre also nur eine Frage der Zeit gewesen, bis die 29-Jährige dort sowieso hätte aufhören müssen. Also stieg sie bereits ein paar Monate nachdem sie „mpt media“ ins Leben gerufen hatte, komplett in die Selbstständigkeit ein – mutig als alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Mädchens. „Ich möchte es schaffen.“ Mit dieser Einstellung hat es die Werbegrafikerin geschafft, sich ihren Traum zu erfüllen. Dass es sie beruflich in die kreative Richtung ziehen würde, wusste Becker schon immer. Bereits als Kind war sie schon gerne kreativ und hat viel gemalt und gebastelt.

Tatkräftige Unterstützung von Freunden und Familie

Bei ihrem Schritt in die Selbstständigkeit unterstützten sie Freunde und Familie tatkräftig und teilen zum Beispiel fleißig ihre Beiträge auf Facebook. Auch bei der Betreuung ihrer kleinen Tochter kann die alleinerziehende Mutter auf sie zählen. Vor allem als coronabedingt die Kindergärten geschlossen waren, musste sie des Öfteren auf Freunde und Familie zurückgreifen.

Seit der Firmengründung ist über ein Jahr vergangen und ihr Geschäft läuft gut. Zwar hat auch die 29-Jährige coronabedingte Einbußen, trotzdem kommt noch genug Geld zusammen, dass es zum Leben reicht. Zurzeit arbeitet die Soloselbstständige von zu Hause aus. Für die Zukunft plant sie aber, Büroräume anzumieten. Auch Mitarbeiter will Becker einstellen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter https://mpt-media.de/charity/ (Von Lea-Sophie Mollus)

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