Aber 25.000 bleiben unter der 20.000-Euro-Grenze

Einkommensstatistik: 17 Millionenverdiener im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es wieder mehr Einkommensmillionäre. 17 Frauen und Männer kamen zusammen auf 38,9 Millionen Euro im Jahr 2015.

Wie aus einem Bericht des Statistischen Landesamtes hervorgeht, leben in Hersfeld-Rotenburg 17 Menschen mit einem Jahreseinkommen von mindestens einer Million Euro. Zusammengerechnet kommen sie auf steuerpflichtige Einkünfte in Höhe von 38,9 Millionen Euro. An den Fiskus abführen mussten sie 13,2 Millionen Euro.

Die Statistiker beziehen sich in ihrem Bericht auf Zahlen aus dem Jahr 2015. Diese sind wegen der langen Fristen zur Steuerveranlagung jedoch die aktuellsten. Im 2014er-Bericht hatte das Landesamt für Waldhessen noch 13 Einkommensmillionäre ausgewiesen.

Laut Landesamt lebten im Jahr 2015 von den 17 Einkommensmillionären acht in der Kreisstadt Bad Hersfeld, drei in Haunetal. „Kommunen, in denen weniger als drei Einkommensmillionäre leben, sind in dem Bericht nicht gesondert ausgewiesen, um das Steuergeheimnis zu wahren“, sagt Sigrid Balsys, eine der Autorinnen des Berichts.

Insgesamt kommt der Landkreis auf 59 346 Steuerpflichtige, die Einkünfte in Höhe von 1,94 Milliarden Euro erzielten. Umgerechnet bedeutet das also, dass 0,03 Prozent aller Steuerpflichtigen – die 17 Einkommensmillionäre – zwei Prozent aller Einkünfte im Landkreis erwirtschaftet haben.

Der Bericht gibt nicht nur Aufschluss über die Herkunft der Einkommensreichen in Hessen, sondern auch, wie die Einkünfte verteilt sind. Demnach lagen im Landkreis fast 25 000 unbeschränkt lohn- und einkommenssteuerpflichtige Frauen und Männer unter der Einkommensgrenze von 20 000 Euro jährlich. 45 000 Menschen, also fast 80 Prozent, blieben unter 50 000 Euro. Der Durchschnittsverdienst lag bei 32 753 Euro.

Mit 17 Einkommensmillionären steht Hersfeld-Rotenburg im Regierungsbezirk Kassel an vorletzter Stelle: Landkreis Fulda (62), Stadt und Kreis Kassel (jeweils 37), Schwalm-Eder-Kreis (21), Waldeck-Frankenberg (20), Werra-Meißner-Kreis (neun).

Von Sebastian Schaffner

Quelle: Hersfelder Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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