Auszeichnung für Kirchenkreis Hersfeld

Missionspreis 2018: Traktoren-Pilger ganz vorn

Ein Hoch auf die Traktoren-Pilger: Die Pfarrerinnen und Pfarrer vom Kirchenkreis freuen sich über die Auszeichnung. Von links Bernd Seifert, Christoph Rode, Frank Hofmann, Sabine Kropf- Brandau, Ute Bätzing, Thomas Funk, Michael Zehender, Dagmar Scheer, Imke Leipold und auf dem Traktor Johannes Zehender. Foto: nh

Bad Hersfeld. Die Aktion "Pilgern mit Traktoren" des Kirchenkreises Hersfeld zum Reformationsjubiläum wurde jetzt mit dem Missionspreis 2018 ausgezeichnet.

Eigentlich hätte die WhatsApp-Gruppe „Pilgern mit Traktoren“ nach dem 29. April 2017 gelöscht werden können. Das große Kirchenkreisprojekt zum Reformationsjubiläum mit 150 Traktoren, die vom Eichhof bis nach Heringen tuckerten, war abgeschlossen.

Der Abschlussgottesdienst gefeiert, die Bibeln verteilt, die Traktoren ruhten wieder in den Scheunen, alle Stationen waren aufgeräumt. Nichts musste mehr organisiert werden, keine Wege- und Ablaufpläne geschrieben, keine Texte und Liedblätter erdacht, keine Dixiklos aufgestellt werden. Sämtliche Dankestexte waren verschickt. Doch dann erhielt Pfarrer Thomas Funk vor ein paar Tagen den Anruf aus Hamburg vom Verein Andere Zeiten, dass das Projekt „Pilgern mit Traktoren“ den ersten Preis in der bundesweiten Ausschreibung gewonnen habe.

Freude war riesig

Die Freude war einfach riesig, die Nachrichtenflut „Wir haben gewonnen“ erreichte in kürzester Zeit das ganze Vorbereitungsteam. Der Verein Andere Zeiten, der vor allem durch seinen jährlichen Adventskalender einer größeren Öffentlichkeit bekannt sein dürfte, verleiht jedes Jahr einen „Missionspreis“. Damit will der Verein „neue, mutige und originelle Aktionen zur Verbreitung und Festigung des christlichen Glaubens in Deutschland auszeichnen“.

Der Missionspreis 2018 zeichnet kreative Projekte aus, die nicht in Kirchenräumen stattfinden, sondern an „ungewöhnlichen Orten ein spirituelles Erleben ermöglichen“. Da passte „Pilgern mit Traktoren“ mit seinem Anliegen doch genau.

Kein Wettbewerb

Dabei hatte Bischof Prof. Dr. Martin Hein schon am 29. April im Abschlussgottesdienst betont Pilgern mit Traktoren sei kein Wettbewerb, es gäbe keinen Ersten, keine Beste, Und der Heringer Bürgermeister Daniel Iliev hatte ergänzt: Beim Pilgern mit Traktoren gehe es nicht um Leistung, sondern um Gemeinschaft.

Dennoch sind die Pfarrer und Pfarrerinnen ganz stolz auf diese Auszeichnung, gerade weil es nicht die Arbeit einzelner, sondern eine so fröhliche Gemeinschaftsaktion war, die ohne die vielen mithelfenden und mitfeiernden Menschen aus dem Kirchenkreis so nicht möglich gewesen wäre. 

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