Zum 25. Mal trafen sich Gaukler, Handwerker und Schausteller

Vom Bogenschießen ins Badehaus: Mittelalterfest in Nentershausen

+
Narren und Bettler gab es auf der Tannenburg in Nentershausen zu sehen. 

Wenn die Tannenburg in Nentershausen ruft, folgen etwa 500 Mittelalterfans aus ganz Deutschland, Österreich und sogar Frankreich und Tschechien. 

Wenn die Tannenburg ruft, folgen etwa 500 Mittelalterfans aus ganz Deutschland, Österreich und sogar Frankreich und Tschechien. Bereits zum 25. Mal trafen sich Gaukler, Handwerker und Schausteller zum Burgfest und Mittelaltermarkt in Nentershausen.

Am Fuße der Tannenburg haben sie fünf Tage lang ihre Lager mit dem gesamten Hausstand und inklusive Tiere aufgeschlagen und das mittelalterliche Treiben genossen. Am Sonntag war die Burg dann für jedermann geöffnet.

„Wir wollen den Besuchern zeigen, wie es hätte aussehen können“, sagt Stefan Ley von Verein Freunde der Tannenburg. Das Burgfest sei mittlerweile zu einem Dorffest geworden. „Durch die Unterstützung der Vereine ist es wie ein regionales Denkmal.“ Das Burgfest ist die größte Einnahmequelle des Vereins, und alles fließt in den Aufbau und Erhalt der Burganlage. Dargestellt wird die Zeit der Jahre 500 bis 1500 nach Christus. „Viele mögen das Romantische und Einfache der Zeit“, so Ley. „Das Leben ist unkompliziert, das ist für viele eine Entschleunigung.“

Andere sind von altem Handwerk fasziniert. Andreas Helfert stellt Lederschuhe in Handarbeit her. Bis zu 20 Stunden braucht er für ein Paar, die ab 130 Euro aufwärts kosten. Wer sie nicht auf Asphalt trägt, weil das schlecht für die Ledersohle ist, könne die Schuhe bis zu zehn Jahre tragen. „Anschließend kann man sie im Bio-Müll entsorgen, weil sie komplett aus Leder sind.“

Im „Badehaus der Wölfin“ hat es sich derweil Verena Hausenstein aus Stuttgart gemütlich gemacht. In einem großen Zuber mit warmem Wasser können die Darsteller und Darstellerinnen baden. „So sah Wellness im Mittelalter aus“, sagt sie lachend. Früher sei so eine Badeanstalt normal für alle Stände gewesen. „Man lernt die moderne Welt auf jeden Fall wieder mehr zu schätzen“, ergänzt Sven Weber aus Alsfeld, der seine Füße gerade in ein warmes Fußbad gestellt hat. „Ich freue mich, wenn ich nach Hause komme, auf fließendes, heißes Wasser.“ Beide schätzen vor allem die Geselligkeit auf dem Mittelalterfest – es sei wie das Treffen einer großen Familie. Die meisten Teilnehmer kennen sich und sind auch Gäste auf anderen Festen. „Abends sitzen wir noch lange zusammen und singen gemeinsam“, verrät Hausenstein. (an)

Tannenburg-Jubiläum: 25 Jahre Burgfest und Mittelaltermarkt in Nentershausen

 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel
 © Alena Nennstiel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.