Rotenburger Stadtparlament stimmt mehrheitlich für 240 000-Euro-Investition

Muzkkka-Anbau kommt

Die Vision: So soll der Anbau des Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur in Rotenburg einmal aussehen - eine Erweiterung in Form einer Katze. Der Entwurf stammt von dem Bad Hersfelder Architekturbüro Jürgen Dietz. Links ist der Altbau - das ehemalige Katasteramt - dargestellt. Rechts daneben der geplante Treppenhausturm, mit dessen Bau im nächsten Jahr begonnen werden soll. Foto: Schaake

ROTENBURG. Der von der Stadt Rotenburg geplante Anbau an das Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur - Muzkkka - wird von einer deutlichen Mehrheit des Stadtparlaments getragen. 25 Parlamentarier der SPD und CDU stimmten am Donnerstagabend im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Nachtragshaushaltsplanes 2009 für das Vorhaben.

Jeweils drei Stadtverordnete der Unabhängigen Bürger Rotenburgs (UBR) und CDU lehnten den Nachtrag ab, der Fraktionslose Thomas Nölke und drei CDU-Abgeordnete enthielten sich.

Das Auszählen am Ende der fast einstündigen Debatte war so schwierig, dass Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch dreimal abstimmen lassen musste. Die SPD stimmte geschlossen für das Projekt. Die CDU hatte es ihren Stadtverordneten freigestellt, wie sie entscheiden.

Im Nachtragshaushalt sind 1,2 Millionen Euro für den Anbau veranschlagt. Für den städtischen Haushalt verbleiben nach Angaben von Bürgermeister Manfred Fehr 240 025 Euro. Der Rest werde aus Förderprogrammen des Landes, des Bundes und der Europäischen Union gefördert. Nach Angaben Fehrs sollen im ersten Bauabschnitt Umbauarbeiten im Treppenhausturm sowie im Bestand und in einem zweiten Bauabschnitt der Anbau eines Mehrzweckraums mit Archiv umgesetzt werden.

Lob und Kritik

Fehr und SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Zimmer nannten das Museum und die derzeit laufende Dalí-Ausstellung eine Perle und ein Juwel. UBR-Sprecher Hartmut Grünewald nannte die Investition unverantwortlich und warnte vor den Folgekosten. Ein Bericht über die Diskussion folgt.

Von Manfred Schaake

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