Einsätze fordern Feuerwehren

Schwerer Unfall auf A7: Zwei Verletzte und hoher Schaden

Ausgebrannt: Durch massiven Löscheinsatz mit Löschschaum brachten die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kirchheim und Niederaula das im Führerhaus dieses Lastwagens auf der A 7 unter Kontrolle. 
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Ausgebrannt: Durch massiven Löscheinsatz mit Löschschaum brachten die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Kirchheim und Niederaula das im Führerhaus dieses Lastwagens auf der A 7 unter Kontrolle. 

Auf der A7 bei Niederaula kommt es zu einem Unfall. Zwei Personen werden dabei verletzt.

Niederaula/Hünfeld – Zwei Leichtverletzte und insgesamt 334.000 Euro Schaden sind laut Mitteilung der Polizei die Bilanz eines Brandes sowie eines Auffahrunfalls, die sich in der Nacht zum Dienstag auf der A7 bei Niederaula ereignet haben.

Demnach war ein 61-jähriger Bielefelder gegen 22.50 Uhr mit seinem mit Stückgut beladenen Lastzug zwischen der Anschlussstelle Niederaula und der Raststätte Großenmoor unterwegs, als er wegen einer technischen Störung – vermutlich eines Motorplatzers – auf dem Standstreifen halten musste.

Unfall auf A7: Zwei Menschen verletzt

Dabei stellte der Fahrer fest, dass Öl aus dem Motorraum über die Fahrbahn lief, welches sich entzündete und zu einem Brand des Führerhauses entwickelte. Der 61-jährige unternahm noch einen Löschversuch, konnte aber den Vollbrand seiner Zugmaschine nicht mehr verhindern. Er wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehren Niederaula und Kirchheim bekämpften das Feuer mit 30 Einsatzkräften erfolgreich und banden die ausgelaufenen Betriebsstoffe. Die A 7 musste von der Autobahnmeisterei Fulda wegen der Löscharbeiten bis gegen 1 Uhr voll gesperrt werden. Die Höhe des bei dem Brand entstandenen Schadens gibt die Autobahnpolizei Petersberg mit 100 000 Euro an. Durch den brennenden Lastzug staute sich der Verkehr etwa 3,5 Kilometer lang bis weit über Niederaula hinaus.

Stauende übersehen: Ein Lkw-Gespann aus Bayern prallte rechte Seite vom Heck, an dem auch noch ein Gabelstapler befestigt war, bevor der Lastzug weiter nach rechts in einen Graben rutschte.

Diesen Rückstau erkannte eine Stunde später gegen 23.50 Uhr ein 43-jähriger Lkw-Fahrer aus Heimbuchenthal (Bayern) auf Höhe eines Parkplatzes zwischen Hattenbacher Dreieck und Anschlussstelle Niederaula zu spät. Er fuhr auf das Lkw-Gespann eines 46-Jährigen aus Bielefeld auf und schob dieses gegen den Lastwagen eines 61-Jährigen aus Vechta, welche am Stauende auf dem rechten Fahrstreifen standen.

Der Lastzug des Auffahrenden kippte mit der rechten Fahrzeugseite gegen die Böschung und blieb dort liegen. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt und durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Kirchheim war gerade auf der Rückfahrt zum Gerätehaus und fuhr in Richtung Norden an dem Unfall auf der Gegenfahrbahn vorbei, als die Brandschützer erneut alarmiert wurden.

Sie mussten ausgelaufene Betriebsstoffe binden und den aufgerissenen Tank vom Motorwagen leerpumpen. Außerdem beseitigten die Feuerwehrleute eine große Anzahl an Trümmerteilen und leuchteten die Unfallstelle aus. Wegen der umfangreichen Bergungsarbeiten musste die A 7 bis zum Morgen voll gesperrt werden.

Wegen des brennenden Lastzuges wurde der Verkehr für die Fahrtrichtung Süd in Niederaula abgeleitet. Der Verkehr zwischen Kirchheim und Niederaula wurde am Hattenbacher Dreieck abgeleitet und über Alsfeld und Fulda zurück auf die A7 geführt. Den durch den Auffahrunfall entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf 234.000 Euro. (yk/jce)

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