Nach Hygiene-Skandal in Fulda: Klinikum Bad Hersfeld könnte helfen

Bad Hersfeld / Fulda. Das Klinikum Fulda wird vom zweiten Hygiene-Skandal in vier Jahren erschüttert. In der Zentralsterilisation für das Operationsbesteck wurden Verkeimungen und Flugrost entdeckt. Jetzt könnte das Klinikum Bad Hersfeld helfen.

Der betroffene Bereich ist stillgelegt und soll in den nächsten vier Monaten mit einem Aufwand von vier Millionen Euro erneuert werden. Der Operationsbetrieb, der seit dem Wochenende nur noch auf äußerste Ernstfälle beschränkt war, soll mit der Unterstützung umliegenden Krankenhäuser in den nächsten Tagen wieder aufgenommen werden. Von dort will sich das Klinikum Operationsinstrumente ausleihen und dann im Geber-Krankenhaus wieder sterilisieren lassen.

Einer dieser Partner könnte das Klinikum Bad Hersfeld sein. Das sagt Geschäftsführer Martin Ködding. Bereits im vergangenen Jahr haben das Klinikum Bad Hersfeld und der Vorstand des Klinikums Fulda einen Beistandspakt geschlossen, um solche Krisensituationen zu meistern. Speziell für die Bereiche Küche und Zentralsterilisation wurden in der Übereinkunft, die bereits im November 2009 besiegelt wurde, Vorkehrungen für den Ausfall dieser hygienisch sensiblen Bereiche getroffen. „Allerdings haben wir bislang noch keinerlei Dienstleistungen für das Klinikum Fulda erbracht“, versichert Ködding. Bislang habe es nur eine unverbindliche mündliche Anfrage gegeben. (kh)

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