Resolution gegen das Prüfungsmonopol des TÜV

Nach Protest: Kreistag stellt sich hinter Fahrlehrer

+
Die beiden Sprecher der Fahrlehrer: Markus Mihm und Aribert Kirch. Sie sagen, die Fahrschüler haben keine Lobby und müssen im Zweifel immer zahlen. Der TÜV behandele sie nicht wie Kunden.

Hersfeld-Rotenburg. Mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution appelliert der Kreistag an die Hessische Landesregierung, dass die theoretische Führerscheinprüfung auch weiterhin in Bebra abgelegt werden kann.

Vertreter aller Parteien stellten sich damit hinter die Fahrlehrer des Kreises, die gegen eine Schließung des Prüfungsraumes in Bebra protestieren.

Außerdem wird in der Resolution gefordert, dass sich die Landesregierung für eine baldige Beendigung des Prüfungsmonopols des TÜV einsetzen soll. „Der TÜV muss von seinem hohen Ross runter, deshalb ist Wettbewerb wichtig“, sagte CDU-Fraktionschef Herbert Höttl, der die gemeinsame Resolution im Ältestenrat erarbeitet hatte. Ein ursprünglich eingebrachter Antrag der FDP-Fraktion, die sich ebenfalls für den Erhalt des Prüfungsraums einsetzt, wurde durch die gemeinsame Resolution aller Parteien ersetzt.

Auch Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD) plädierte dafür, den ländlichen Raum nicht weiter durch die Verlagerung von staatlichen Einrichtungen in die Zentren zu schwächen. Die Anschaffung von zehn neuen PCs für den Prüfraum in Bebra dürfe angesichts der Einnahmen des TÜV kein Problem sein.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.