Angeklagte hatten in Röhrigshof 650 Euro erbeutet - später wurden sie bei der Polizei verpfiffen

Nach Raubüberfall: Trio gesteht

Fulda. Wegen des Raubüberfalls vom 8. September 2010 auf eine Spielhalle in Philippsthal-Röhrigshof müssen sich zwei Männer und eine Frau aus Thüringen vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Fulda verantworten.

Die Anklage von Staatsanwalt Harry Wilke wirft den beiden 31 Jahre alten Männern aus Immelborn und Breitungen vor, gegen 23.45 Uhr maskiert und mit vorgehaltenem Messer beziehungsweise Soft-Air-Pistole Spieler und Personal bedroht zu haben.

Die Beute betrug jedoch lediglich 650 Euro, weil die Spielothek gewöhnlich mit einem bargeldlosen Gutschrift-System arbeitet. Die 21-jährige Mitangeklagte aus Rippershausen war im Auto sitzen geblieben.

Am ersten Verhandlungstag sah die Kammer mit ihrem Vorsitzenden Josef Richter Bilder der Überwachungskamera, die ein geradezu filmreifes Vorgehen der beiden Räuber zeigten. Zu erkennen waren die Maskierten jedoch nicht. Vielmehr waren sie später verpfiffen worden, so dass ihnen die Polizei auf die Spur kam.

Nach der Festnahme legte das Trio Geständnisse ab, die es jetzt vor Gericht wiederholte. Motiv für den Überfall soll Geldmangel gewesen sein.

Weil auch Drogen und Spielsucht eine Rolle gespielt haben könnten, soll ein Sachverständigengutachten klären, ob verminderte Schuldfähigkeit vorliegt.

Der Prozess wird am 4. März fortgesetzt und dann wohl auch abgeschlossen. (ks)

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