Mit 2,7 Promille am Autosteuer

Nach dem Unfall lallte er

Rotenburg. Wegen eines harmlosen Auffahrunfalls kam die Tat ans Licht: ein 42-jähriger Autofahrer aus dem Kreisgebiet saß mit mindestens 2,7 Promille Alkohol im Blut am Steuer, als er vor einer roten Ampel leicht gegen das vor ihm stoppende Fahrzeug fuhr. Ein Schaden entstand dabei nicht, weil die Anhängerkupplung den Stoß abfing.

Allerdings fiel der Fahrerin auf, dass ihr Unfallgegner offensichtlich betrunken war. „Er hat mir eine Entschuldigung entgegen gelallt“, berichtete sie im Zeugenstand des Amtsgerichts Rotenburg. Als sie ankündigte, die Polizei zu rufen, fuhr der 42-Jährige davon, ohne seine Personalien anzugeben. Wegen der Trunkenheitsfahrt, Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht musste er sich jetzt vor der Strafrichterin verantworten. Der Unfall passierte im März vorigen Jahres abends auf der Brücke der Städtepartnerschaften in Rotenburg. Eine Polizeistreife traf den Mann kurze Zeit später zu Hause an und nahm ihn mit zur Blutprobe. Laut Aussage des Polizisten und ärztlichem Protokoll zeigte der 42-Jährige trotz des hohen Promillewertes kaum Ausfallerscheinungen. Sein Führerschein wurde einbehalten.

Viel Bier und Schnaps

Der 42-Jährige gab vor Gericht den Sachverhalt zu. Er habe sich an diesem Tag in seinem Schrebergarten aufgehalten, dabei reichlich Bier und Schnaps getrunken, sagte er. Eigentlich wollte er im Gartenhaus übernachten. Warum er sich dann doch ins Auto setzte, um nach Hause zu fahren, wisse er nicht mehr.

Führerschein futsch

Die Strafrichterin verurteilte den Mann, der bereits zwei einschlägige Einträge im Verkehrsregister hat, zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je acht Euro. Auf seinen Führerschein muss er mindestens noch ein halbes Jahr verzichten. Erst dann darf ihm die Behörde eine neue Fahrerlaubnis ausstellen. (ysy)

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