Lieferung von Mahlzeiten durch HKZ scheitert an Finanzierung

Nach Weihnachten kein Essen mehr an Schulen - Suche nach neuem Lieferant

Hersfeld-Rotenburg. Sechs Schulen im Landkreis müssen sich nach einem neuen Lieferanten für das Mittagessen der Schüler umsehen: Das Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) teilte mit, dass es die Versorgung nur noch bis zum Jahresende übernehmen könne.

An der Jakob-Grimm-Schule (JGS) in Rotenburg beispielsweise war nach Beendigung des kostenlosen Mittagessens zu Jahresbeginn die Zahl der Essen von über 250 teilweise auf nur noch 20 bis 30 gefallen. Nach den Sommerferien wurde der Preis für das Essen deshalb von 3,30 auf 2,90 Euro gesenkt.

Das HKZ erhielt vom Kreis eine Risikobeteiligung, um die Fixkosten zu senken: eine Anfahrtspauschale von 24 Euro pro Tag und Standort. Für das ganze Jahr 2011 wären dem Kreis damit Kosten von 26.500 Euro entstanden. Dies sei jedoch eine freiwillige Leistung, die der Kreis auf Dauer nicht übernehmen könne, sagte Vizelandrätin Elke Künholz.

Um die Kosten zu decken, müsste das HKZ allen sechs Schulen pro Woche insgesamt 1500 Essen liefern. Allerdings schwanke die Zahl zwischen 1200 und 1500, bestätige Künholz.

Deshalb kam eine Ausfallbürgschaft ins Gespräch. Sobald die Mindestabnahme von 1500 Mahlzeiten pro Woche unterschritten wird, sollte das HKZ eine Ausfallentschädigung von einem Euro pro weniger gelieferter Mahlzeit und Woche bekommen. Eine solche Lösung hat der Kreisausschuss aber kürzlich abgelehnt. Laut Erlass dürfe man keine neuen Ausfallbürgschaften übernehmen, erklärte Künholz.

Derzeit werden an der JGS 80 bis 100 Essen pro Tag ausgegeben, an der August-Wilhelm-Mende Schule in Bebra 60, am Obersberg in Bad Hersfeld sind es 30 bis 80. Die Schulelternbeiratsvorsitzende der JGS, Martina Böcker, bedauert den Ausstieg des HKZ. In der Regel seien es genügend Essen, so dass die Ausfallbürgschaft gar nicht anfalle.

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