Nach Zusammenschluss mit Schule: Bestand der alten Stadtbücherei nicht mehr gefragt

Die Stadtbücherei befand sich bisher im Alten Rathaus: Nach Zusammenlegung mit der Bücherei der Grundschule werden die meisten Bücher nun nicht mehr gebraucht. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die Bücher der ehemaligen Stadtbücherei von Bebra werden zum größten Teil nicht mehr gebraucht.

Sie sollen entweder verschenkt oder bei einem Flohmarkt verkauft werden. Ein etwaiger Erlös soll der Stadtkasse zufließen. Darüber sollen die Stadtverordneten am Donnerstag in ihrer nächsten Sitzung entscheiden.

Nach beschlossener Zusammenlegung der Stadtbücherei Bebra mit der Schulbücherei der Brüder-Grimm-Grundschule an der Luisenstraße waren die Bücher in die Schule gebracht und dort gesichtet worden. Man habe festgestellt, dass der überwiegende Teil der Bücher nicht in das Konzept der gemeinsamen Bibliothek integriert werden könne. Nur etwa zehn bis 20 Prozent der Bücher könnten wieder aufgestellt werden, heißt es in der Erläuterung für das Bebraer Parlament.

Bei der Begutachtung habe man sich nach Vorgaben der hessischen Fachstelle für öffentliche Bibliotheken gerichtet.

Bürgermeister Uwe Hassl erklärte auf Anfrage, es seien all die Bücher aussortiert worden, die älter als zehn Jahre seien, in den vergangenen vier Jahren nicht ausgeliehen worden sind und die nicht in neuer Rechtschreibung gedruckt sind. Daher könnten sie nicht in der neuen gemeinsamen Bibliothek ausgelegt werden, auch andere Räume gebe es in der Schule nicht. Vertreter von Schule, Magistrat und Landkreis sind sich einig, dass der Bücherbestand aufgelöst werden soll, da auch die Stadt keinen Platz mehr für ihn hat. Die bisherigen Räume im Alten Rathaus werden bis zur Entwicklung eines Konzepts für das Haus von der Verwaltung und als Außenstelle des Standesamtes genutzt sowie als Tagungsräume und für Workshops. Nun muss im Parlament beschlossen werden, wie es mit den Büchern weitergeht.

An Schule nicht erwünscht

Hassl sagte, es sei immer seine Befürchtung gewesen, dass es nur um eine Kooperation gegangen sei, die Bücher selbst aber an der Schule gar nicht erwünscht seien. „Es gibt keinen Platz mehr für die alten Bücher. Ich akzeptiere das“, erklärte der Bürgermeister.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.