Nachfolger für Noll gesucht

Friedewald wählt am 6. März einen neuen Bürgermeister

Wechsel im Gemeindevorstand: Friedewalds langjähriger Erster Beigeordneter Klaus Kraft (rechts) zieht sich aus der Gemeindepolitik zurück. Sein Nachfolger ist Bernd Stahl (Zweiter von links), der nach dem Ausscheiden von Bürgermeister Dirk Noll (links) auch die Amtsgeschäfte im Rathaus führen wird. Sonja Weber rückt als Beigeordnete der SPD in den Gemeindevorstand nach.
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Wechsel im Gemeindevorstand: Friedewalds langjähriger Erster Beigeordneter Klaus Kraft (rechts) zieht sich aus der Gemeindepolitik zurück. Sein Nachfolger ist Bernd Stahl (Zweiter von links), der nach dem Ausscheiden von Bürgermeister Dirk Noll (links) auch die Amtsgeschäfte im Rathaus führen wird. Sonja Weber rückt als Beigeordnete der SPD in den Gemeindevorstand nach.

Die Friedewalder entscheiden am 6. März darüber, wer künftig auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nimmt. Falls eine Stichwahl nötig wird, findet diese am 20. März statt.

Friedewald - Diese Wahltermine hat das Gemeindeparlament am Mittwochabend während seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Hillartshausen beschlossen. Zeitgleich findet auch die Bürgermeisterwahl in Heringen statt.

Der vorzeitige Urnengang in der der Dreienberggemeinde wird nötig, da Amtsinhaber Dirk Noll (SPD) zum 1. Januar sein Amt als Erster Kreisbeigeordneter antritt. Dass sie ihren Bürgermeister nur ungern ziehen lassen, daraus machten die Gemeindevertreter am Mittwochabend keinen Hehl. Mit der Festlegung des Wahltermins nimmt nun die Suche nach einem Nachfolger Fahrt auf. Erste Interessenten für das Amt soll es dem Vernehmen nach bereits geben. Sowohl SPD als auch Offene Liste (OL) kündigten auf Nachfrage unserer Zeitung an, eigene Bewerber ins Rennen schicken zu wollen.

In den Friedewalder Gemeindegremien hat Nolls anstehender Wechsel ins Landratsamt das Personalkarussell in Gang gesetzt: Der langjährige Erste Beigeordnete Klaus Kraft (SPD) scheidet zum Monatsende auf eigenem Wunsch aus dem Amt aus. Seinen Rückzug begründete er damit, neben seinem Beruf als Revierförster und privaten Verpflichtungen nicht erneut eine voraussichtlich mehrmonatige Vakanzvertretung bis zum Amtsantritt eines neuen Verwaltungschefs leisten zu können. Kraft war von 2000 bis 2006 Gemeindevertreter und gehörte seither dem Gemeindevorstand an – seit 2009 als Erster Beigeordneter. In dieser Funktion hatte er 2012 bis zu Nolls Amtsantritt nach politisch unruhigen Zeiten für sieben Monate nebenberuflich die Vakanzvertretung im Rathaus übernommen. „Mittlerweile bin ich zehn Jahre älter“, verdeutlichte Kraft und betonte, dass ihm die Entscheidung dennoch nicht leicht gefallen sei. Mit stehenden Ovationen, Geschenken und Blumen wurde Kraft, der kürzlich bereits zum Ehrenbeigeordneten ernannt worden war, aus dem Amt verabschiedet. Bürgermeister Dirk Noll, der die Entlassungsurkunde überreichte, sowie die Vorsitzenden von Parlament und beiden Fraktionen würdigten sein Engagement und seine besonnene Art.

Krafts Nachfolge als Vizebürgermeister tritt Bernd Stahl an, der seit der jüngsten Kommunalwahl bereits dem Gemeindevorstand angehört und am Mittwoch in sein neues Amt eingeführt wurde. Nach Ansicht seines Vorgängers bringt der pensionierte Gewerkschaftssekretär beste Voraussetzungen für die Vakanzvertretung mit: „Er ist im Ruhestand, aber noch nicht lange genug, um sich daran gewöhnt zu haben“, scherzte Klaus Kraft. Den frei gewordnen Sitz der SPD im Gemeindevorstand übernimmt Sonja Weber, die in der Sitzung als Beigeordnete vereidigt und verpflichtet wurde – als erste Frau in diesem Amt in der Geschichte der Dreienberggemeinde. Für sie wird Stefanie Mötzing in die SPD-Fraktion des Gemeindeparlaments nachrücken.

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