Nachgefragt: Wilfried Gliem über Big Brother

Da bin ich: Herzbube Wilfried Gliem beim Einzug ins Haus. Foto: dpa

Wildeck. Und raus! Wenn es am Wochenende um den Sieg im Promi-Big-Brother-Haus von SAT 1 geht, ist Wilfried Gliem, die Hälfte der Wildecker Herzbuben, nicht mehr dabei.

Freiwillig hat der 68-jährige Kultsänger seinen Platz dort geräumt, während Schauspielerin Anja Schüte (50) herausgewählt wurde.

Wieder daheim in Hönebach, ist Gliem bester Laune. „Es geht mir ausgezeichnet“, sagt er. Er habe die Sendung nie zuvor gesehen und wisse daher nicht, worauf er sich einlasse - mit diesem Statement hatte der Sänger vor dem Start der Staffel überrascht. Was er dann aber mitgenommen habe, sei sehr wertvoll. „Ich habe an mir eine Bindungsfähigkeit entdeckt, die ich so nicht kannte“, erzählt Gliem. „Ich bin in der Lage, mich sehr schnell anderen Menschen gegenüber zu öffnen und auch eine Beziehung aufzubauen, die länger als 14 Tage hält. Das ist nicht mit Geld zu bezahlen - obwohl das Honorar ja nicht schlecht ist.“

Der Alterspräsident

Im Kreis der Bewohner habe sich schnell ergeben, „dass ich der Alterpräsident war“, erzählt Gliem. Namentlich mit Ex-Fußballprofi David Odonkor (Gliem: „die Liebenswürdigkeit in Person“), Schauspielerin Anja Schüte und dem früh herausgewählten Partyveranstalter Michael Ammer habe er „großartige Gespräche geführt“. Nino de Angelo, der den Ruf als durchgeknallter Kotzbrocken abbekam, habe „eine verletzte Seele“. Und Menowin Fröhlich? Der Sänger, der verschiedentlich mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, sei „ein Herzchen von Kerl“, wie Gliem es formuliert. „Er ist jung, er ist halt nicht so gefestigt, aber er gibt gern Liebe und empfängt gern Liebe. Ihm würde ich den Sieg und die 100 000 Euro am meisten gönnen“, verrät Wilfried Gliem. „Er hat so viele musikalische Ideen, da kann er das Geld gut gebrauchen.“ Familie, Freunde und Bekannte hätten ihm vor dem Einzug ins Big-Brother-Haus vor allem Mut bescheinigt. „Natürlich haben mich einige gefragt, warum ich mir das antue, mein Privates so öffentlich zu machen. Aber wirklich Negatives habe ich nicht gehört.“

Warum er letztlich freiwillig gegangen sei? Zwar habe er, wie vorher angekündigt, seine elektrische Zahnbürste vermisst, doch schwerer habe die Sehnsucht nach Familie und Freunden gewogen, erklärt Wilfried Gliem seinen Abschied aus dem Haus.

Ein neues Album?

Zum Finale mit abschließender Party ist Wilfried Gliem wieder nach Köln gefahren. „Zum Austausch von Telefonnummern“, wie er sagt. Danach dürfen sich auch seine Fans in Waldhessen wieder auf Neues von den Wildecker Herzbuben freuen. „Es gibt Vorgespräche für ein neues Album“, verrät er.

Von Rainer Henkel

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