Vorschrift der EU zwingt ab 2011 zum Laternentausch

Natriumdampf leuchtet bald am Straßenrand

Hersfeld-Rotenburg. Ganz Rotenburg und ein großer Teil von Bebra leuchten energiesparend und schon jetzt gemäß einer EU-Vorschrift, die erst ab 2011 gilt. Ihr zufolge müssen ab dann alle herkömmlichen Straßenlaternen, die mit Quecksilberdampf als Leuchtstoff betrieben werden, gegen solche ausgetauscht werden, in denen Natriumdampf das Leuchtmittel ist.

Vor einigen Jahren schon hat Bebra in Zusammenarbeit mit der E.ON Mitte Deutschland begonnen, alte gegen neue Lampen auszuwechseln. Das erklärt Manfred Klöpfel vom Bauamt der Biberstadt.

2000 Lichtpunkte, so das Amtsdeutsch für Straßenlaternen, hat Bebra ungefähr, 1000 davon in der Kernstadt. Einfach alte Lampe raus- und neue reinschrauben - das geht nicht, betont er. Ein neuer Lampenkopf muss aufgesetzt werden. Das kostet pro Lampe inklusive Montage etwa 250 Euro. In Zusammenarbeit mit der E.ON spart die Kommune allerdings erheblich. Klöpfel spricht von 900 Euro für 50 Lampen. Die neuen Lampen sparen 40 Prozent Strom - der Tausch rechnet sich also schon nach einigen Jahren.

Noch weiter ist die Nachbarstadt Rotenburg. Die gut tausend Lampen auf dem Gebiet der Kommune sind bereits nach den Erfordernissen von 2011 umgerüstet, vermeldet Bürgermeister Manfred Fehr. Die Kommunen warten nun darauf, dass eine weitere Technik serienreif wird. LED, also Laternen mit Leuchtdiode, sind noch effektiver - allerdings koste da die Umrüstung pro Lampe noch 1000 Euro, sagt Fehr - nicht leistbar für eine Kommune. Etwas mehr Zeit lässt sich die Kreisstadt Bad Hersfeld, sagt Martin Bode, Fachbereichsleiter der technischen Dienste im Rathaus. Allerdings geht es da auch um etwa 6000 Lichtpunkte. Laut Bode soll ein Konzept zum Austausch erarbeitet werden. Martin Bode spricht dabei von einem „großen Investitionsbedarf“ für jede Kommune. ZUM TAGE

Von Rainer Henkel

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