In der Natur auf weißer Spur: Überlebensstrategie der Tiere im Winter

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Stöbern im Schnee: Im Winter sind auch die Wildschweine immer auf Nahrungssuche. Sie graben im Schnee, um darunter beispielsweise Eicheln zum Fressen finden.

Hersfeld-Rotenburg. Wie überstehen die Tiere in der freien Natur den Winter? Und wie kann der Mensch ihnen dabei helfen? Wir haben uns schlau gemacht.

Den Verlust der biologischen Vielfalt - das Artensterben - einzudämmen, ist seit der UN-Konferenz in Rio 1992 ein erklärtes Menschheitsziel. Dennoch verschwinden jeden Tag bis zu 70 Arten durch menschliche Eingriffe - für immer. Wie wir alle aktiv mithelfen können, die Artenvielfalt in unserer Region zu erhalten, erklären Fachleute des Nabu und BUND in unserer Serie.

Während viele Vögel im Winter in wärmere Gegenden fliegen, setzen andere darauf, möglichst wenig Energie zu verlieren. Manche Säugetiere halten Winterschlaf oder Winterruhe. Amphibien, Reptilien und Insekten fallen in die Winterstarre. Manche Tiere bekommen ein dickes Fell als Kälteschutz. Andere verkriechen sich in Höhlen, Baumstämmen oder Gebäuden. Beim Winterschlaf senken Tiere wie Igel, Fledermäuse und Siebenschläfer ihre Körpertemperatur und ihren Herzschlag stark ab.

Beim Igel zum Beispiel verlangsamt sich der Herzschlag von 200 auf etwa fünf Mal pro Minute und er atmet statt 50 Mal nur noch ein bis zweimal pro Minute. Die Tiere werden nur wach um Kot und Urin abzugeben. Dabei dürfen sie nicht viel Energie verlieren, weil sie kein Futter aufnehmen. Unruhe und Störung kann für sie tödlich sein. Bitte daher im Winter keine Laubhaufen und ähnliche Zufluchtsorte in der Natur aufstöbern.

Andere Tiere wie Dachs, Eichhörnchen und Waschbär halten Winterruhe. Dabei wird die Körpertemperatur nicht so stark abgesenkt. Sie wachen häufiger auf und suchen gelegentlich nach Nahrung. In Winterstarre fallen Fische, Frösche, Eidechsen, Schildkröten und Insekten. Ihre Körper erstarren bei großer Kälte und sie wachen erst wieder auf, wenn es wärmer wird. Insekten haben sogar eine Art Frostschutzmittel in ihrem Körper. Selbst bei Minustemperaturen friert ihre Körperflüssigkeit nicht ein.

Bei den starken Minustemperaturen ist die Natur auf Sparflamme gestellt. Dennoch kann, wer die Augen offenhält, die Spuren winterlichen Lebens entdecken:

In der Natur auf weißer Spur: Tiere im Winter in Hersfeld-Rotenburg

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