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Große Pläne: Naturpark Knüll besteht seit einem Jahr

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Von: Claudia Brandau

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Auf dem Foto sind zwei Frauen zu sehen.
Feiern heute den ersten Geburtstag mit dem Naturpark Knüll. Katrin Anders (links) und Ingrid Schade aus Nenterode. © Jochen Schneider

Der Naturpark Knüll feiert heute seinen ersten Geburtstag: Am 1. Juni vorigen Jahres entstand das großräumige Schutzgebiet, das die Natur schützen und den Tourismus beleben soll.

Neuenstein/Alheim – Seitdem hat sich viel getan. Die Geschäftsstelle ist eingerichtet, eine Internetseite samt Social-Media-Kanälen ist erstellt und Broschüren für die analoge Werbung sind gedruckt, so Geschäftsführerin Katrin Anders. Es waren viele Ziele, die sich die Mitarbeiter fürs erste Jahr gesteckt hatten. „Wir haben bereits im vorigen Jahr 18 Naturparkführer ausgebildet“, sagt Anders. Die ehrenamtlichen Kräfte bieten vielfältige Touren an: Bis Jahresende stehen 54 Angebote auf dem Programm, die auch von Gruppen gebucht werden können.

Die Arbeit der Naturpark-Geschäftsstelle wird zurzeit im Wortsinne sichtbar, weil gut ausgeschildert: „Gerade sind wir in zehn Städten und Gemeinden dabei, 20 Premiumwander- und -spazierwege als sogenannte Fabelwege zu beschildern“, berichtet Anders. Nach Abschluss der Arbeiten soll sie das Deutsche Wanderinstitut zertifizieren. Der erste Fabelweg, der Lochbachpfad zwischen Wallenstein und Hülsa, wurde bereits im Mai eingeweiht.

83.000 Hektar Fläche

Der 83.000 Hektar große Naturpark Knüll erstreckt sich zwischen Homberg, Neukirchen über Breitenbach/H. bis fast nach Bad Hersfeld. 17 Städte und Gemeinden liegen ganz oder teilweise im Naturpark. Sie sollen nicht nur von seiner landschaftlichen Schönheit, sondern auch von einem nachhaltigen Tourismus profitieren. Träger des Naturparks ist der Zweckverband Knüllgebiet, die Geschäftsstelle befindet sich auf Schloss Neuenstein. 

Das Wissen um den Wert der Natur liegt Anders und ihrem Team am Herzen: Zusammen mit dem Wildpark Knüll und der Unterstützung der EAM sowie dem Umweltbildungszentrum Licherode bieten sie in 13 Kindergärten je zwei Bildungsprogramme für Kinder und Fortbildungen für die Erzieherinnen an. „Die Kinder sollen den Naturpark und seine Vielfalt kennenlernen“, so Anders. „Im nächsten Jahr wollen wir uns am Projekt ‘Naturpark-Kitas’ des Verbands Deutscher Naturparke beteiligen.“

Im zweiten Jahr soll auch ein Naturparkplan mit den Zielen für die nächsten zehn Jahre gemeinsam mit Bürgern, Institutionen, Behörden und Kommunen entstehen. Dazu gehört auch das Thema Naturschutz, das intensiviert werden soll.

Katrin Anders Wunsch: Dass der Naturpark künftig noch intensiver Menschen zusammenbringt und für die fabelhafte Vielfalt der Region begeistert.

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