Barrierefrei in die Zukunft: Nentershausen hat große Pläne

Ein Sanierungsfall: Das Jugendheim in Nentershausen ist in die Jahre gekommen. Vor dem jetzigen Eingang könnte dort, wo Ortsvorsteher Kurt Gawletta, links, und Bürgermeister Ralf Hilmes stehen, ein kleiner Anbau entstehen, in dem unter anderem eine barrierefreie Toilette untergebracht werden könnte. 

Nentershausen. Die Gemeinde Nentershausen will mithilfe des Förderprogramms Stadtumbau weitere Projekte anpacken: die Sanierung des Jugendheims und Umgestaltungen am Marktplatz.

Umgesetzt wurden in den vergangenen Jahren unter anderem die Neugestaltung des Parks in der Bergarbeitersiedlung und ein Multifunktionsplatz vor der Tannenberghalle in Nentershausen. Das Bund-Länder-Programm will besonders Städte und Gemeinden in strukturschwachen Regionen fit machen für die Zukunft.

Bei den neuen Nentershäuser Plänen steht die grundlegende Sanierung des Jugendheims in Nentershausen an erster Stelle. „Das liegt uns schon lange am Herzen“, berichtet Bürgermeister Ralf Hilmes auf Anfrage unserer Zeitung. Das Gebäude steht in dem festgelegten Fördergebiet. Der Antrag läuft. „Ich erwarte in wenigen Monaten grünes Licht vom Land für das Projekt“, betont der Bürgermeister. Dann muss die Nentershäuser Gemeindevertretung noch den Weg für die notwendigen Eigenmittel frei geben. Anschließend können die Pläne konkretisiert werden. Nentershausen geht von einer Förderquote von 72 Prozent aus. Den Rest müsste die Gemeinde selbst aufbringen.

Das Jugendheim stammt aus den 60er-Jahren. Es muss energetisch saniert werden. Auch die Toiletten im unteren Bereich müssen dringend erneuert werden. Im oberen Bereich ist geplant, eine barrierefreie, behindertengerechte Toiletten-Anlage einzubauen. Der Abwasserkanal ist defekt und die Elektrik uralt, berichtet der Bürgermeister. Angedacht ist auch ein kleiner Anbau von 36 Quadratmetern vor dem jetzigen Eingangsbereich. Dort könnten das fehlende Stuhllager, die Behindertentoilette und eine Garderobe untergebracht werden. Das alte Foyer soll multifunktional an den großen Saal angepasst werden.

Der Prozess wird offen diskutiert. Dazu wird ein Arbeitskreis gegründet. Nur die Ziele sind klar. Vereine, Chöre und Privatleute sollen die Räume besser nutzen können. Auch das angrenzende Pflegeheim soll die Räume gut mitnutzen können. Ändern wird sich wohl auch die Bezeichnung: Aus „Jugendheim“ könnte „Dorfgemeinschaftshaus“ werden.

Wie es kommt, dass plötzlich Geld für neue Projekte da ist, und was Nentershausen im Bereich des Marktplatzes umgestalten will, und warum die Umsetzung schwierig ist, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe unserer Zeitung.

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