Feriendorf Nentershausen steht am Scheideweg

Attraktiv gelegen und grundlegend saniert: Die 29 Häuser im Feriendorf können bis zu 200 Gäste aufnehmen. Im Hintergrund thront die Tannenburg. Foto: Dupont

Nentershausen. Die Weichen für das Feriendorf werden neu gestellt: Entweder setzen die Betreiber ihr einzigartiges Projekt Chorwandern um, oder es ziehen Flüchtlinge ein.

Das Feriendorf Nentershausen steht am Scheideweg. Die Betreiber haben zwei Möglichkeiten: Entweder setzen sie mit einem neuen, ungewöhnlichen Konzept weiter auf die immer besser laufende, vielversprechende touristische Vermarktung oder sie stellen das Areal dem Land als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung.

Die entscheidenden Weichen werden in den kommenden Wochen gestellt.

Elke und Dieter Lehmann aus Nentershausen haben als Besitzer und Betreiber einen klaren Favoriten: Sie würden gern ihr neu entwickeltes Konzept umsetzen und Chöre nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland und umliegenden Ländern in ihr Feriendorf locken. Die Betreiber erhoffen sich davon einen weiteren erheblichen Anstieg der bereits guten Belegungszahlen.

„Aber für uns ist auch die Alternative denkbar, Flüchtlinge aufzunehmen“, sagen Dieter und Elke Lehmann.

Zweiter Rettungsweg

Vieles hängt an einem Termin am 14. Januar, wenn sich Vertreter aller beteiligten Behörden im Feriendorf treffen. Um das neue Konzept des Chorwanderns umsetzen zu können, sind bauliche Veränderungen nötig, die von den Behörden genehmigt werden müssen. Dazu zählt ein zweiter Flucht- und Rettungsweg für den Notfall und der Bau eines Probenraums für Chöre. Außerdem will Lehmann aus den beiden unterhalb seiner Schreinerei nebeneinander stehenden Lagerhallen eine machen und sie für das Feriendorf nutzen. Auch ein Backhäuschen soll entstehen. Die Kosten für diese Bauprojekte müssten die Betreiber selbst übernehmen.

Damit haben auch die Behörden und die Gemeinde Nentershausen erheblichen Einfluss auf die Zukunft des Feriendorfes, und auf das touristische Konzept des Feriendorfes und damit der ganzen Region. Lehmann hat die Gemeindevertretung bereits ausführlich über die Möglichkeiten informiert.

Werden die Bauprojekte genehmigt, wollen die Betreiber das Chorwander-Konzept umsetzen.

Das Land Hessen hat auf der anderen Seite großes Interesse daran, das Nentershäuser Feriendorf als Zweigstelle der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Sontra zu nutzen, die vor kurzem in Betrieb gegangen ist.

Wie das Projekt Chorwandern genau aussieht und warum die Betreiber sicher sind, dass ihr neues Konzept ein voller Erfolg wird und Folgen für die ganze Region haben wird, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der Rotenburg-Bebraer Allgemeine.

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