Fraktionen machen den Weg frei

Kletterturm für die Nentershäuser Kita

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Der Sandspielbereich in der Kita soll abgegrenzt werden: Leiterin Eva Aguilera Delgado und Bürgermeister Ralf Hilmes schauen sich die Situation vor Ort an. 

Trotz Corona-Krise hat die Gemeinde Nentershausen Projekte auf den Weg gebracht. Investiert wird in die Kindertagesstätte und das Dorfgemeinschaftshaus in Bauhaus. 

Auch in der Corona-Krise steht das Leben in den Gemeinden nicht still. Projekte müssen angeschoben und Entscheidungen gefällt werden. In Nentershausen musste die für den 18. März geplante Sitzung der Gemeindevertretung kurzfristig abgesagt werden. Die wichtigen Punkte der Tagesordnung sind dennoch auf den Weg gebracht.

Kindertagesstätte

Der Gemeinde stehen noch 25 700 Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) des Bundes zur Verfügung. Damit das Fördergeld nicht verfällt, ist es wichtig, die Anträge zu stellen. Der Gemeindevorstand hatte vorgeschlagen, davon 15 000 Euro für die Kindertagesstätte in Nentershausen auszugeben. Das fand Zustimmung bei den beiden Fraktionen von SPD und CDU, berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Entscheidung fiel per Umlaufbeschluss. Jeder Mandatsträger wurde angerufen und befragt. Zu diesem Zeitpunkt galt noch nicht die Regelung, dass ein Ausschuss, zum Beispiel der Haupt- und Finanzausschuss, die Rolle der Gemeindevertretung übernimmt, solange das Parlament wegen der Corona-Krise nicht zusammenkommen kann. Mit dem Fördergeld soll es in Absprache mit der Kindergartenleitung und der Pfarrerin Umgestaltungen in der evangelischen Kindertagesstätte geben. Ein Problem ist, dass der Sandspielbereich nicht abgetrennt ist vom Eingangsbereich. Das führt dazu, dass die Kinder viel Sand ins Gebäude tragen. „Deshalb wollen wir mit dem Fördergeld unter anderem eine Umrandung für den Sandkasten anschaffen“, berichtete Hilmes. Außerdem sind die Spielgeräte in die Jahre gekommen. Deshalb sollen ein Kletterturm und ein Multifunktionsgerät gekauft werden. „Die Förderfähigkeit ist uns bereits signalisiert worden“, betonte Hilmes. Jetzt muss nur noch der offizielle Antrag gestellt werden.

Neues DGH-Dach

Außerdem muss das Dach des Dorfgemeinschaftshauses in Bauhaus, das über 40 Jahre alt ist, erneuert werden. Es besteht aus Ethernitplatten. Eine Dämmung gibt es nicht. Die Kosten für die energetische Sanierung des Daches werden auf etwa 23 000 Euro geschätzt. Finanziert werden soll das mit den restlichen knapp 11 000 Euro aus dem KIP-Programm. Die Gemeinde muss dann die fehlenden 12 000 Euro aufbringen. Auch dafür gab es per Umlaufbeschluss grünes Licht. „Die Ausschreibung geht nächste Woche raus“, betonte Hilmes. Die Gemeinde will auch dieses Projekt in diesem Jahr noch umsetzen.

Der Haushalt

Bürgermeister Hilmes informierte die Fraktionen außerdem, dass die Finanzaufsicht bereits Ende Februar den Haushalt der Gemeinde für 2020 genehmigt hat. „Damit sind wir handlungsfähig“, betonte Hilmes.

Stimmzettel

Noch nicht entschieden ist über eine Neufassung der Hauptsatzung der Gemeinde. Unter anderem ging es dabei um den Wunsch des Ortsbeirates Bauhaus, die Zahl der Mitglieder von drei auf fünf zu erhöhen. Seit einigen Monaten gibt es in Bauhaus keinen Ortsbeirat mehr, da ein Nachrücker gebraucht worden wäre, auf der Wahlliste aber keiner mehr stand.

Ebenfalls noch nicht entschieden ist über die Frage, ob es außer Vor- und Nachname zusätzliche Angaben auf dem Stimmzettel für die Kommunalwahl im März 2021 geben soll.

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