Das Leben kehrt zurück: Nentershäuser Ortsmitte wieder attraktiv

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Aus Sorgenkind wird Schmuckstück: Architekt Marc von Baumbach (vorn) saniert das denkmalgeschützte Fachwerkhaus neben dem Edeka-Markt in der Nentershäuser Ortsmitte von Grund auf. Darüber freuen sich auch, von links, Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt, der Vorsitzender des Zweckverbands ist, der Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes und Burkhard Scheld, Bürgermeister in Herleshausen. Die kleinen Bilder zeigen, wie das Haus vorher aussah.

Nentershausen. Der Nentershäuser Ortskern ist wie eine kleine Insel. Doch zum Verweilen lud er lange Zeit nicht ein. Das ist anders geworden.

Statt Leerstand kehrt das Leben in die Ortsmitte zurück.

Sorgenkind Nummer eins war das Haus Nummer 8, das gegenüber dem Rathaus und neben dem Edeka-Markt steht.

Noch ist nicht alles fertig: 15 Prozent der Arbeiten hat Marc von Baumbach selbst übernommen. Den Hauptanteil führen Fachfirmen aus.

Das äußerst baufällige Fachwerkhaus, das jahrelang leer stand, hat der Nentershäuser Architekt Marc von Baumbach gekauft, um es von Grund auf zu sanieren und zu modernisieren. Die umfangreichen Arbeiten laufen auf Hochtouren, Ende März sollen sie abgeschlossen sein.

Im Erdgeschoss will der Architekt sein eigenes Büro einrichten, im ersten Obergeschoss ein Büro für einen Rechtsanwalt. In dem Haus entstehen außerdem vier Wohnungen für Singles.

Durch undichte Stellen im Dach drang immer mehr Wasser in das Haus. „Der Zustand war desolat. Hätte das Haus noch ein paar Jahre leer gestanden, hätte man es komplett abreißen müssen“, erläutert von Baumbach.

„Die Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes ist elementar wichtig, um die Struktur des Nentershäuser Marktplatzes zu erhalten“, betont von Baumbach. In vielen Orten seien die Ortskerne schon durch Abrisse oder unansehnliche Neubauten seelenlos geworden.

Was das alles kostet und warum der Architekt einen Zuschuss aus dem Bund-Land-Programm „Stadtumbau in Hessen“ erhält, lesen Sie in unserer gedruckten Donnerstagausgabe.

Von René Dupont

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