Umwelt- und Naturschutzverein feierte Jubiläum

Lecker-frisch: Saft beim Apfeltag in Nentershausen

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Frisch gepresst: Mitgebrachte Äpfel verarbeiteten die Mitglieder des Kleingärtnervereins zu Saft. Foto: Achim Meyer

Nentershausen. Mit einem Fest zum Thema Apfel feierte der Umwelt- und Naturschutzverein Nentershausen sein 25-jähriges Bestehen. Beliebtes Getränk war frisch gepresster Apfelsaft.

Die Früchte der langjährigen Arbeit des Umwelt- und Naturschutzvereins Nentershausen verwandelten sich am Samstag buchstäblich in Saft, genauer: in Apfelsaft. Das Jubiläum wurde auf der Freizeitanlage von Alexa von Baumbach in Nentershausen gefeiert.

Mit Kindergartenkindern war Dirk Wetterau im Vorhinein auf eine der Streuobstwiesen des Vereins gegangen, um dort Äpfel aufzusammeln. Rund 400 Obstbäume haben Vereinsmitglieder zusammen mit jungen Eltern in den vergangenen Jahren rund um Nentershausen gepflanzt, sogenannte Lebensbäume. Immer an Ostern, so will es die Tradition, setzt der Verein Obstbäume für in der Gemeinde neugeborene Kinder in die Erde.

Gast beim Apfelfest war Dr. Norbert Clement. Der Pomologe (Apfelkundler) bestimmte nicht nur die Sorten mitgebrachter Äpfel, sondern hielt vor interessierter Zuhörerschaft auch einen aufschlussreichen Vortrag zum Thema. Aufgrund heftigen Frosts während der Blüte sei die Apfelernte im vergangenen Jahr fast vollständig ausgefallen. Das sei der Grund, weshalb die Bäume dafür in diesem Jahr besonders üppig trugen.

In Augenschein genommen: Dr. Norbert Clement bestimmte Äpfel von Gabi Käufler und vielen anderen Festbesuchern. Foto: Achim Meyer

Die Zuhörer lernten von Clement, dass Apfel nicht gleich Apfel ist. Manche Sorten, wie etwa der Ontarioapfel, würden erst nach mehrmonatiger Lagerung ihren Geschmack voll entfalten. Und nicht immer sei der schönste Apfel auch der leckerste. Clement: „Bei den Äpfeln ist es wie bei den Menschen: Nicht die makellosen sind die besten.“ Außerdem gebe es für jeden Apfel die optimale Verwertungsweise: Während der eine am leckersten direkt vom Baum gepflückt schmecke, eigne sich ein anderer zum Backen, zur Saft- oder Weinherstellung.

Dass die Nentershäuser Naturschützer rund 400 Bäume gepflanzt haben, lobte der Pomologe ausdrücklich. Sie würden so ihren Beitrag leisten zur Bewahrung der Vielfalt. Insgesamt, bemerkte Clement, sei das Bewusstsein für den Wert alter Apfelsorten gestiegen.

Wie unvergleichlich gut frischer Saft aus heimischen Äpfeln schmeckt, erlebten die Festbesucher gleich vor Ort. Der Kleingärtnerverein hatte die Apparaturen zum Waschen, Schreddern und Auspressen der Äpfel und zum Erhitzen des Safts mitgebracht. Nicht nur die Äpfel der Lebensbäume, sondern auch die von Besuchern mitgebrachten Äpfel, insgesamt rund 1000 Kilogramm, verwandelten sich so in haltbaren Apfelsaft.

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