Gemeindevertretung hat das letzte Wort 

Radweg von Nentershausen nach Sontra ist greifbar nah

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Auf dem Wanderweg zwischen Weißenhasel (Foto links) und der Kreisgrenze vor Hornel ist auch Fahrradfahren möglich: Der Zustand des bearbeiteten Weges ist aber noch so schlecht, dass kaum ein Radler ihn nutzt. Auf dem Foto rechts ist der Übergang vom bearbeiteten Feldweg auf das Stück zu sehen, das schon vorher asphaltiert war. 

Nentershausen. Seit vielen Jahren von vielen gewünscht und gefordert - jetzt wäre es möglich: Der Bau eines Radweges von Nentershausen bis zur Kreisgrenze nach Sontra-Hornel.

Das Geld für einen richtigen Radweg über Weißenhasel mit asphaltierter Decke wäre nun da. Das letzte Wort hat die Gemeindevertretung. Ihr wird in der nächsten Sitzung am Dienstag, 21. Juni, ein Antrag der Verwaltung vorliegen, einen Grundsatzbeschluss zum Radweg zu fassen.

Förderung zugesagt

Grünstreifen in der Mitte und grober Schotter: So sieht ein Teil des möglichen Wegabschnittes von Nentershausen nach Weißenhasel zurzeit noch aus.

Das Land Hessen hat der Gemeinde eine Förderung bereits schriftlich zugesagt. Durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden. Aus diesem Fördertopf soll das Geld kommen. Das Land hat zugesagt, 75 Prozent der Kosten zu übernehmen. Das berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes.

So wäre es möglich

Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2006 soll der Bau des Radweges etwa 400.000 Euro kosten. Davon müsste die Gemeinde 100.000 Euro selbst aufbringen.

Und so könnte es nach Angaben von Hilmes gehen: Die Gemeinde hat 226.000 Euro im Haushalt 2016 für insgesamt 24 Investitionen bereit gestellt, zum Beispiel für die Erneuerung des Zauns am Kindergarten oder die Anschaffung eines Dienstwagens für die Gemeinde. 

Ein Teil dieser Investitionen könnte statt von der Gemeinde selbst aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Bundes und des Landes (KIP) finanziert werden. Aus diesem Förderprogramm stehen der Gemeinde über 300.000 Euro für Investitionen zur Verfügung. „So würde die fehlende Summe für den Radweg frei“, erklärte der Bürgermeister.

Schluss mit Kompromissen

Seit vielen Jahren laufen die Bemühungen zum Bau eines Radweges. „Seit zehn Jahren führen wir intensive Gespräche, unter anderem mit den Grundstückseigentümern“, berichtet Hilmes. Vor allem auch die Radweg-Initiative hat immer wieder den Bau eines Radweges gefordert und selbst die Brücke über den Maßholderbach gebaut. 

2015 war der Abschnitt zwischen Weißenhasel und der Kreisgrenze zu Sontra vor Hornel so hergerichtet worden, dass er für Wanderer nutzbar war und auch Radfahrer dort fahren konnten. Bereits asphaltierte Abschnitte wechselten sich mit Feinschotterbelag ab - ein Kompromiss, der gut gemeint, aber für Radfahrer nicht wirklich brauchbar war.

Wie geht es weiter?

Stimmt die Nentershäuser Gemeindevertretung zu, muss der Auftrag für den Bau des Radweges noch in diesem Jahr vergeben werden. Baubeginn könnte dann im Frühjahr 2017 sein. Über den Abschnitt, der im Bereich von Sontra-Hornel noch asphaltiert werden muss, muss die Stadt Sontra entscheiden.

Die Bedeutung

Die Förderzusage des Landes sei ein „großer Erfolg“, betonte Bürgermeister Hilmes. „Der Bau des Radweges ist ein sehr wichtiger Baustein, um die Gemeinde vor allem für die Einwohner, aber auch für die Touristen attraktiv zu erhalten.“  

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