Unterhaltsame Bilanz

Ralf Hilmes ist zehn Jahre Bürgermeister in Nentershausen

Ein Bürgermeister braucht manchmal ein dickes Fell: So die Erfahrung von Ralf Hilmes (rechts im Bild. Das Foto zeigt ihn mit Rüdiger Damm (Mitte) und Gerd Hellwig (links) bei dem Besuch des Kaliwerks Wintershall bei Herfa. Die beiden Männer führten die Besucher. Mehrere Bürgermeister waren auf Einladung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes in Herfa. Fotos: Privat/nh

Nentershausen. Ralf Hilmes (SPD) ist seit zehn Jahren Bürgermeister in Nentershausen. Das ist ein guter Zeitpunkt, um eine kurze Bilanz zu ziehen.

Wir sprachen mit dem 51-Jährigen über seine Arbeit, Reden, die er im Stillen hält, und seinen Drang, handwerklich tätig zu sein.

Herr Hilmes, wie würden Sie selbst die Art beschreiben, wie Sie das Bürgermeisteramt ausfüllen?

Hilmes: Als Bürgermeister braucht man eine Portion Leidenschaft, die Liebe zu den Menschen, viel Mut, den Drang, etwas gestalten zu wollen, Ehrlichkeit und ein dickes Fell. Ich versuche immer, das Beste für die Gemeinde Nentershausen herauszuholen, nach dem Motto „Geht nicht, gibt’s nicht!“.

Verraten Sie uns auch Ihre Schwächen?

Seit zehn Jahren im Amt: Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes. 

Hilmes: Meine Schwächen könnten sein, dass ich zu ungeduldig bin und es allen Recht machen will.

Was ist für Sie das Besondere an der Gemeinde Nentershausen?

Hilmes: Das Beste sind die Bürger. Die mich mögen und zu mir stehen, sind etwas Besonderes, aber auch die, die mich nicht mögen, weil sie mich Tag und Nacht wachsam sein lassen im Amt.

Was waren für Sie besonders schöne Augenblicke in den vergangenen zehn Jahren, was besonders schwere?

Hilmes: Ich genieße es, wenn Bürger sagen: „Du machst Deine Arbeit gut!“ Auch wenn sie wissen, dass der Spielraum, etwas zu gestalten, sehr gering geworden ist. Durch die Schuldenbremse sind wir gezwungen, massiv zu sparen. Es ist schwer für mich, wenn wir die Bürger zum Beispiel mit höheren Steuern belasten müssen. Das fällt mir besonders schwer, weil ich viele Fälle kenne, wo die Menschen mit sehr wenig Geld auskommen müssen.

Was für Bürgermeister Hilmes bisher das wichtigste Projekt war und was er dieses Jahr unbedingt angehen möchte, lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe und im E-Paper unserer Zeitung.

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